Freitag, März 24, 2023

Projekt in Lünen: Meisen beim Brüten beobachten – mit Handy

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Lünen. Ganz kurz nur bleibt die Mei­se am Ein­flug­loch des Nist­kas­tens sit­zen. Dann huscht sie hin­ein – und taucht auf dem Bild­schirm von Manue­la Anfts Tablet auf. Denn im Nist­kas­ten ist eine Kame­ra mit einer WLAN-Ver­bin­dung. Damit kann Manue­la Anft, stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin der Kita Markt­gas­se, nun beob­ach­ten, wie sich die Mei­sen-Dame auf ihren Eiern bequem macht. Fünf Eier, jedes kaum Grö­ßer als eine 1‑Cent-Mün­ze, hat sie zu bewa­chen und warm zu hal­ten – und hat­te sich wohl nur kurz auf den Weg gemacht, um Fut­ter für sich selbst zu suchen.

Zwei Nist­käs­ten mit Kame­ras gibt es seit kur­zem im Stadt­Gar­ten­Quar­tier: An der Vik­to­ria­schu­le und am Gar­ten­treff Kirch­hof­stra­ße. Sie sind Teil eines Natur­pro­jekts, das es den Kin­dern der Kita Markt­gas­se und der Vik­to­ria­schu­le ermög­licht, die Mei­sen und ihre Gele­ge täg­lich zu beob­ach­ten. Sie bekom­men ein­ma­li­ge Ein­bli­cke in das ansons­ten eher gehei­me Vogel­le­ben wäh­rend der Brut und Auf­zucht der Jun­gen. Dazu haben die Kita und die Schu­le jeweils ein Tablet erhal­ten, das mit den Kame­ras in den Nist­käs­ten über WLAN ver­bun­den ist.

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Bean­tragt und tech­nisch umge­setzt hat das Pro­jekt die Fab­Lab Mit­mach­werk­statt, feder­füh­rend war dabei Fab­Lab-Spre­che­rin Ute Brett­ner. Finan­ziert wird es aus dem Quar­tiers­bud­get des Stadt­Gar­ten­Quar­tiers. Ute Brett­ner stell­te das Pro­jekt gemein­sam mit Quar­tiers­ma­na­ge­rin Nina Schlü­ter und Vanes­sa Powier­ski von der Stadt Lünen vor. Hei­di Sum­ann, Schul­lei­te­rin der Vik­to­ria­schu­le, sowie Manue­la Anft von der Kita Markt­gas­se freu­ten sich über die Tablets und die Mög­lich­keit, den Kin­dern ein Natur­schau­spiel näher brin­gen zu kön­nen, das eigent­lich eher im Ver­bor­ge­nen stattfindet.

Der Nist­kas­ten am Gar­ten­treff Kirch­hof­stra­ße bot dann auch gleich Anschau­ungs­ma­te­ri­al, weil das Mei­sen-Pär­chen dort ein­ge­zo­gen ist und nun sei­ne fünf Eier aus­brü­tet. Der zwei­te Kas­ten an der Vik­to­ria­schu­le war­tet noch auf die ers­ten „Mie­ter“.

Das Beson­de­re an dem Pro­jekt ist, dass auch Pas­san­tin­nen und Pas­san­ten an der Vik­to­ria­schu­le oder der Kirch­hof­stra­ße über ihr Han­dy oder Tablet Zugriff auf die Kame­ras haben, wenn sie sich in Reich­wei­te des WLAN befin­den. Das WLAN heißt „Nest“ und hat das Pass­wort „FabLab2021“. Wer sich ins WLAN ein­ge­loggt hat, kann die Kame­ra über die Ein­ga­be „192.168.0.104“ in der Brow­ser-Zei­le auf­ru­fen. Um auf die Kame­ra zuzu­grei­fen gibt man den Benut­zer­na­me „Mei­sen“ ein sowie das Pass­wort „Fab­Lab“.

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