Christoph Selhorst und Christina Lenfers haben Münsterländer-Popcorn angebaut - und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Foto: Isabel Schütte
Christoph Selhorst und Christina Lenfers haben Münsterländer-Popcorn angebaut - und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Foto: Isabel Schütte
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Herbern. Eine Menge Arbeit und Ideen stecken in den kleinen Maiskörnern, die Christoph Selhorst und Christina Lenfers angebaut und geerntet haben. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Ihr Münsterländer Popcorn-Mais made in Herbern ploppt und „schmeckt sensationell“, freut sich das Pärchen.

Landwirt Christoph Selhorst hat für seine Tiere tonnenweise Mais angebaut. Da ist eine Doppelreihe kaum der Rede wert. Wenn der Forsthöveler mit seiner Freundin Christina Lenfers nicht einen Versuch gewagt hätte. Das Duo hat probiert, Popcorn-Mais groß werden zu lassen – und ist nicht enttäuscht worden. Viel Herzblut und Arbeit sind in das Projekt gesteckt worden. Die Resonanz ist aber riesig und der Ruf nach regionalen Produkten heizt den Verkauf ebenfalls an.

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„Unser Münsterländer Popcorn schmeckt sensationell. Auch ohne Zucker ist er richtig lecker“, sagte Christoph Selhorst. Die Idee, Popcornmais in Deutschland anzubauen, kam Christina, als sie beruflich in den USA unterwegs war. Zwei Jahre wurde experimentiert und es ging in kleinen Schritten voran. Im November wurde dann endlich die erste größere Ernte eingefahren. Alleine die Suche nach dem passenden Saatgut war schon fast ein Abenteuer. „So viele Angebote gibt es nicht. Ich bin froh, dass ich in den Niederlanden fündig geworden bin“, erzählt Selhorst.

Popcorn oder auch Puffmais genannt, hat im Gegensatz zum Futtermais besondere Eigenschaften. Dass die Körner beim Erhitzen aufspringen, verdanken sie der harten, glasigen Schale und dem weichen Speichergewebe im Innern, erläutert der Herberner Landwirt.

Die Ernte ist sehr arbeitsintensiv. Nicht vergleichbar mit dem Geschehen beim Futtermais. Und schließlich waren es „nur“ vier Reihen, die für das Experiment herhalten mussten. Foto: Isabel Schütte
Die Ernte ist sehr arbeitsintensiv. Nicht vergleichbar mit dem Geschehen beim Futtermais. Und schließlich waren es „nur“ vier Reihen, die für das Experiment herhalten mussten. Foto: Isabel Schütte

Normalerweise ist Popcorn-Mais im Münsterland und in ganz Deutschland eher ungewöhnlich. Im November wurde nun in Forsthövel das erste Mal geerntet. Die Popcorn-Maiskolben sind etwas kleiner, die Körner etwas heller. „Bei der Ernte haben uns einige Freunde geholfen. Die Kolben mussten sehr behutsam behandelt werden. Kleine Risse oder Beschädigungen führen dazu, dass der Mais nicht poppt“, erklärt Christina Lenfers. Die Ernte ist sehr arbeitsintensiv, wie das Duo berichtet. Nicht vergleichbar mit dem Geschehen beim Futtermais. Und schließlich waren es „nur“ vier Reihen, die für das Experiment herhalten mussten.

Erst mussten die Kolben getrocknet werden. Dann hieß es, anschließend alle Körner abzurebeln. „Da geht schon viel Zeit bei drauf. Aber das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, freut sich Christina Lenfers übers Resultat.

In zwei Größen wird der begehrte Münsterländer Popcorn-Mais abgefüllt. Einmal in 250 Gramm für je 4,90 Euro und 80 Gramm für 2,60 Euro. „Dabei ist zu erwähnen, dass 50 Gramm ein Volumen von einem Liter ergeben“, betont Christoph Selhorst. Erhältlich ist der Mais neben dem hofeigenem Onlineshop auch im Schreibwarengeschäft Angelkort sowie an der Lenfers Milchtankstelle in Senden und weiteren Hofläden im Münsterland.

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