Freitag, März 24, 2023

Neue Drehleiter bei der Lüner Feuerwehr: Moderne Technik

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Lünen. Mit einer neu­en, moder­nen Dreh­lei­ter rückt die Feu­er­wehr Lünen ab die­ser Woche zu Brän­den und ande­ren Ein­sät­zen aus. Das 16 Ton­nen schwe­re 300-PS-Fahr­zeug ist am Don­ners­tag in der Feu­er- und Ret­tungs­wa­che an der Kup­fer­stra­ße ein­ge­trof­fen. Zur Zeit wer­den die Feu­er­wehr­leu­te in der Bedie­nung der neu­en Dreh­lei­ter geschult.

Die Dreh­lei­ter ist vor allem für die Ret­tung von Per­so­nen aus Höhen und Tie­fen kon­zi­piert, aber ins­be­son­de­re auch für die Brand­be­kämp­fung. Auch zur tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung kommt sie zum Ein­satz, so bei­spiels­wei­se bei Sturm­la­gen oder für die groß­flä­chi­ge Aus­leuch­tung von Ein­satz­stel­len. Die Ein­satz­kräf­te errei­chen mit voll aus­ge­fah­re­ner Lei­ter Höhen bis zu 23 Metern. Die Lei­ter ist aber auch unter das Boden­ni­veau absenk­bar. Das Knick­ge­lenk der Lei­ter unter­stützt Ein­sät­ze unter­halb des Fahr­zeugs und ermög­licht auch das Fah­ren des Korbs hin­ter Hin­der­nis­se. Der Ret­tungs­korb an der Lei­ter kann bis zu vier Per­so­nen auf­neh­men. An dem Korb ist für Brand­ein­sät­ze außer­dem ein Was­ser­wer­fer mit einem Durch­satz von bis zu 2000 Liter Was­ser pro Minu­te montiert.

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Beson­de­res Augen­merk wur­de bei der Neu­an­schaf­fung auf die Sicher­heit der Ein­satz­kräf­te gelegt. So sind bei­spiels­wei­se die elek­tro­ni­schen Sicher­heits­sys­te­me wie ABS oder ESP spe­zi­ell auf Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge aus­ge­legt. Umfang­rei­che Kame­ra­aus­rüs­tung unter­stützt die Ein­satz­kräf­te beim Manö­vrie­ren und im Ein­satz. Was­ser­dü­sen am Korb schüt­zen das Per­so­nal bei plötz­li­cher Brand­aus­brei­tung. Bei Gefahr sorgt die Ret­tungs­funk­ti­on dafür, dass die Lei­ter auto­ma­tisch zurück­ge­holt wer­den kann.

Wie alle Neu­fahr­zeu­ge der Feu­er­wehr ist auch die neue Dreh­lei­ter mit einem Abbie­ge­as­sis­ten­ten zum Schutz ande­rer Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Ver­kehrs­teil­neh­mer ausgerüstet.

Das Fahr­zeug mit dem Mer­ce­des-Fahr­ge­stell und dem Auf­bau von Magi­rus wur­de vor etwa einem Jahr nach einer euro­pa­wei­ten Aus­schrei­bung bestellt. Die Kos­ten für die Neu­an­schaf­fung betra­gen etwa 710.000 Euro. Sie ersetzt eine 27 Jah­re alte Dreh­lei­ter im Fuhr­park der Feu­er­wehr Lünen, die zuletzt im Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus in Brambau­er sta­tio­niert war. Mit der Indienst­stel­lung des neu­en Fahr­zeugs soll der Lösch­zug 5 in Brambau­er die bis­he­ri­ge Dreh­lei­ter der Berufs­feu­er­wehr über­neh­men. Wann das gesche­hen kann, ist der­zeit noch unklar, weil sich die­se Dreh­lei­ter wegen eines Unfall­scha­dens gera­de in der Exper­ten­be­gut­ach­tung beim Her­stel­ler befin­det. Die Höhe des Scha­dens ist noch nicht bekannt.

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