Auch die Familien der Schulpaten-Kinder wurden mit Reisspenden bedacht. Außerdem gab es für die Schulen Mund-Nasen-Masken sowie Desinfektionsmittel. Foto: Privat
Auch die Familien der Schulpaten-Kinder wurden mit Reisspenden bedacht. Außerdem gab es für die Schulen Mund-Nasen-Masken sowie Desinfektionsmittel. Foto: Privat
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Werne/Lüdinghausen. Die Spendenbereitschaft ist während der Corona-Pandemie leicht gestiegen. Diese Nachricht ging vor wenigen Tagen durch die Medien. Diesen Trend kann auch der Verein „Hilfe für Senegal“ bestätigen.

„Unser Aufruf, Reis für besonders bedürftige Menschen zu spenden, ist auf viele offene Ohren getroffen“, bestätigte jetzt Gudula Gotzes, Vorsitzende des Vereins. „Die Aktion war ein voller Erfolg – wir sind mit der Verteilung der Lebensmittelspenden bereits angefangen.“ Ihr Dank gilt allen Spendern, die den Erfolg möglich gemacht und den notleidenden Familien im Senegal geholfen haben.

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„1.000 Sack Reis für 1.000 Familien“ lautete auch jetzt wieder das Motto. Ziel der humanitären Aktion war es, besonders bedürftigen Familien – und dazu zählen auch die Familien der Schulpaten-Kinder – einen Sack Reis zur Verfügung zu stellen. Damit deckt eine „normale“ senegalesische Familie den Monatsbedarf an diesem Grundnahrungsmittel. 510 Säcke wurden in einer ersten Aktion verteilt. Normalerweise wird diese Verteilung während der Frühjahrsreise der Vereinsmitglieder vorgenommen. Angesichts der Pandemie ist an einem Arbeitseinsatz in Westafrika derzeit jedoch nicht zu denken. Aus diesem Grunde übernahmen Cheikh Maba Mbengue sowie Assan Ndione, Mitarbeiter des Vereins im Senegal, die korrekte Übergabe der Lebensmittel.

Die Verteilung wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Besonders berücksichtigt werden in diesem Jahr auch die Händler und Künstler des „Marche Artisanal“ in Thiés. Angesichts der Tatsache, dass der Tourismus in der zweitgrößten Stadt des Senegal durch die Pandemie völlig zum Erliegen gekommen ist, wird ihnen jetzt aus humanitären Gründen unter die Arme gegriffen.

Übrigens: Die Schulpaten-Kinder bzw. deren Familien erhielten nicht nur einen Sack Reis. Angesichts der Pandemie stellte der Verein auch dringend benötigte Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Masken zur Verfügung. Diese Masken müssen die Kinder nicht nur während des Unterrichts und ständig im gesamten Schulbereich tragen. Auch im öffentlichen Raum ist das Tragen der Masken Pflicht. Die Kinder hatten sieben Monate lang keinen Unterricht. Erst im November wurden die Schulen wieder geöffnet. Ebenfalls mit OP-Masken ausgestattet wurden die Gesundheitsstationen, die vom Verein seit Jahren unterstützt werden.

Auch wenn in diesem Früghjahr kein Arbeitseinsatz stattfindet und die Pandemie viele Dinge unmöglich macht, so geht die Arbeit des Vereins doch weiter. „Es finden regelmäßig Video-Konferenzen statt, an der nicht nur die Vorstandsmitglieder, sondern auch unsere Mitarbeiter im Senegal teilnehmen“, erläutert Gudula Gotzes den Vereinsalltag in der Pandemie. Im Mittelpunkt steht dabei die Fortsetzung der Projekte – beispielsweise die Erweiterung der Schulen.

Ein dickes Dankeschön richtet der Lüdinghauser Verein auch an die Eltern der Kita „Lütkeheide“. Dort war der Aufruf, Baby- und Kinderkleidung für die Gesundheitstationen, die der Verein „Hilfe für Senegal“ unterstützt, zur Verfügung zu stellen, auf reges Interesse gestoßen. Zahlreiche Eltern hatten Kisten und Säcke mit Kleidung übergeben. Pandemiebedingt konnten die Spenden noch nicht in Richtung Senegal verschickt werden. Sobald es Corona möglich macht, werden die Mitglieder des Hilfsvereins jedoch wieder einen Container packen und die Kleidung und zahlreiche andere Spenden nach Westafrika verschiffen.

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