Die Kirmes in Ascheberg wurde auch 2021 abgesagt. Symbolfoto: pixabay
Die Kirmes in Ascheberg wurde auch 2021 abgesagt. Symbolfoto: pixabay
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Ascheberg. Im Juli findet in der Gemeinde Ascheberg traditionell die Kirmes statt. Am 17. Mai haben die Schausteller und die Gemeindeverwaltung bei einer Videokonferenz besprochen, ob und wie die Kirmes in diesem Jahr durchgeführt werden könnte. Mit der am 28. Mai in Kraft tretenden Corona-Schutzverordnung sind Kirmesveranstaltungen frühestens ab dem 1. September 2021 wieder möglich.

Dies bedauern die Schausteller und die Gemeindeverwaltung sehr. Bürgermeister Thomas Stohldreier, Marktmeister Rolf Kehrenberg und Martin Bußkamp von Ascheberg Marketing mit Klaus und Patrick Rasch vom Musikexpress, Stefanie Schulze Wenning von der Fisch Wenning GmbH und Simon Handrup von der Kolpingsfamilie Ascheberg waren sich darüber einig, dass die Jacobi-Kirmes 2021 dementsprechend nicht stattfinden kann. Zudem stellten die Beteiligten gemeinsam fest, dass eine kleinere Kirmes mit zahlreichen Einschränkungen der bekannten Jacobi-Kirmes nicht gerecht würde.

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„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Corona-Pandemie durch Impfungen und Tests bald soweit in den Griff bekommen, dass unsere Kirmes im nächsten Jahr wieder stattfinden kann“, erklärt Bürgermeister Thomas Stohldreier. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass solche Veranstaltungen vielleicht ab September wieder durchgeführt werden können“, meinen Klaus und Patrick Rasch.

Eine zeitliche Verschiebung der Jacobi-Kirmes wäre jedoch aus organisatorischen Gründen nicht möglich. Auch eine kleinere Kirmes, bei der die Besucher möglicherweise Beschränkungen beim Zugang in Kauf nehmen und zahlreiche Regeln beachten müssten, kommt für die Schausteller nicht in Frage. Unter diesen Umständen sei das gewohnte, gesellige Volksfest nicht wirtschaftlich durchzuführen. Stefanie Schulze Wennig berichtet zudem: „Ich habe bereits Absagen von Veranstaltungen erhalten, die ich üblicherweise im September beschicke. Ich vermute, dass die Absage des Oktoberfestes in München eine negative Sogwirkung auf einige Veranstalter gehabt hat, die jetzt nicht den Mut haben, abzuwarten und ihre Veranstaltungen nach Möglichkeit durchzuziehen.“

Simon Handrup erklärt: „Die Kolpingsfamilie Ascheberg hat zwar noch keine konkreten Überlegungen angestellt, will jedoch nicht ausschließen, am Kirmeswochenende vom 31. Juli bis 2. August eine besondere Aktion anzubieten, die zumindest an die Veranstaltung erinnert.“

Alle Beteiligten sind aber zuversichtlich, dass es nach zwei Jahren der Unterbrechung im Jahr 2022 weitergehe und die Jacobi-Kirmes hoffentlich wieder in bekannter Art und Weise stattfinden werde. „Vielleicht können wir den Besuchern dann etwas Besonderes bieten und die Kirmes auf vier Tage ausdehnen, also von Freitag bis Montag“, schlug Familie Rasch vor. Im Spätsommer wollen sich alle Beteiligten erneut besprechen.

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