Traditionell gehen Sternsinger von Haus zu Haus, um Segenswünsche zu überbringen. Das wird zu Beginn des nächsten Jahres nicht möglich sein. Die katholischen Kirchengemeinden in Werne und Bergkamen gehen daher neue Wege. Symbolbild: Volkmer
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Werne/Bergkamen. Traditionell gehen die Sternsinger Anfang Januar von Haus zu Haus, um Segenswünsche zu überbringen. Dass dies zu Beginn des nächsten Jahres nicht möglich sein wird, ist den Organisatoren der Pfarrgemeinde St. Christophorus in Werne und der Heilig Geist Gemeinde in Bergkamen jetzt klar. Sie haben dennoch einen Weg gefunden, wie der Segen an die Mitglieder vereilt wird und Spenden gesammelt werden können.

Die Sternsingeraktion, wie man sie kennt, fällt in Werne aus. Stattdessen gibt es am 3. Januar 2021 in der Pfarrkirche einen Gottesdienst um 11.15 Uhr, der live ins Internet übertragen wird. Dann werden Kreide und Aufkleber gesegnet. In den anderen Kirchen finden ebenfalls Segnungen statt. „So können sich alle unserer Gemeindemitglieder einen Aufkleber oder ein Stück Kreide aus den Kirchen mit nach Hause nehmen und gleichzeitig eine Spende für die Sternsinger abgeben – wenn sie es möchten“, erklärt Pastoralreferentin Maria Thiemann aus dem Organisationsteam in St. Christophorus.

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Vor dem jüngsten Lockdown hatte die katholische Kirche Heilig Geist in Bergkamen noch überlegt, einige als Sternsinger verkleidete Kinder am 9. Januar für ein kurzes Zeitfenster an verschiedenen öffentlichen Plätzen in Bergkamen zu positionieren. „Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns zusammen mit den Verantwortlichen in den einzelnen Stadtteilen entschieden, jetzt auch auf diese Zusammenkommen zu verzichten“, erklärt Gemeindereferent Markus Brinkmann.

Eine Rückmeldung der für den Tag angefragten Kinder hat Brinkmann noch nicht erhalten. „Ich glaube aber nicht, dass die Enttäuschung groß ist, denn aufgrund der letzten Monate werden sich viele schon gedacht haben, das eine Sammlung schwer zu realisieren sein wird.“ Im Januar diesen Jahres hatten sich bis zu 70 Kinder in den Bergkamener Stadtteilen an der Sammlung beteiligt. Bei einem Treffen im Oktober hatten die Organisatoren über das damals veröffentlichte Hygienekonzept des Kindermissionswerks diskutiert, dass schon kaum umzusetzen gewesen wäre. „Demnach hätten wir unter gewissen Auflagen noch Hausbesuche machen können. Da hätten die Sternsinger dann aber jede an den Türen angetroffene Person dokumentarisch festhalten müssen“, so Brinkmann.

Auf den Segensspruch C+M+B müssen die Gemeindemitglieder dennoch nicht verzichten. In diesen Tagen haben rund 8.000 katholischen Haushalte mit dem Weihnachtspfarrbrief einen Segensaufkleber per Post zugesandt bekommen. Wer spenden möchte, kann an einer Online-Spendenaktion teilnehmen. Da nicht alle Gemeindemitglieder das Internet zur Bezahlung nutzen können oder möchten, ist eine Abgabe per Brief auch im Pfarrbüro möglich. Trotzdem vermutet der Gemeindereferent, dass insgesamt weniger Spenden eingehen werden. „Es werden die spontanen Spender fehlen, die die Sternsinger sonst, während sie über sie Straßen gelaufen sind, aufgetan haben. Das sind dann jeweils vielleicht nur Beträge zwischen zwei und fünf Euro, aber am Ende wird man das merken.“

Weitere Informationen dazu gibt es auf den Websiten:

https://www.christophorus-werne.de/

www.katholische-kirche-in-bergkamen.de

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