Wer am Samstag erst später zu Ikea gekommen ist, musste vor dem Einrichtungshaus nicht lange warten. Foto: Volkmer
Anzeige

Kamen. Traditionell gehören die Samstage im Dezember zu den verkaufsstärksten beim Möbelriesen Ikea. Jetzt öffnete das Einrichtungshaus erstmals an einem Samstag unter den neuen Corona-Maßnahmen, die vorschreiben, dass im Groß- und Einzelhandel mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter anwesend sein darf. Je nachdem, wann die Kunden einkauften, führte dies zu Wartezeiten.

Ismael Kaya steuerte die Filiale mit rund 18.000 Quadratmetern Verkaufsfläche erst gegen 13 Uhr an und erledigte seinen Einkauf schneller als erwartet. „Blöd war nur, dass wir rund 15 Minuten an der Kasse warten mussten“, sagte der Iserlohner. „Ich bin positiv überrascht. Ich habe ohne großes Suchen einen Parkplatz bekommen und musste beim Reingehen gar nicht warten“, zeigte sich Sigrid Mertens aus Unna am Samstagmittag angetan. Sie betrat das Möbelhaus erst gegen 13.30 Uhr. Wäre sie dreieinhalb Stunden früher zur Öffnung der Kamener Filiale erschienen, hätte sie sich in eine lange Wartereihe einreihen müssen.

Anzeige

Einrichtungshaus muss Bezucheranzahl erneut verringern

Einer der Ordner, der seinen Namen nicht angeben wollte, berichtete von langen Warteschlangen an Kunden, die sich bereits eine halbe Stunde vor der Öffnung des Einrichtungshauses bildeten. „Das war schon etwas chaotisch, weil so viele Leute gleichzeitig gekommen sind“, berichtete der Mitarbeiter der Sicherheitsfirma. Von ihm war auch zu erfahren, dass sich aktuell 971 Menschen gleichzeitig in der Filiale aufhalten können, dies seien rund 600 weniger als bei den vorherigen Beschränkungen. Besucher und Ordner werden bei Ikea im Eingangesbereich über ein großes Display über die aktuelle Zahl informiert, die sich mit jedem Durchgang durch die Eingangs-Drehtür verändert.

Die neue, erlaubte Besucherzahl wollte das Unternehmen auf Anfrage nicht bestätigen. Unternehmenssprecherin Kim Steuerwald unterstrich aber, dass seit Anfang Dezember die aktuellen Beschlüsse zur Eindämmung der Pandemie in allen 54 Einrichtungshäusern umgesetzt werden. „Mitarbeiter und das Sicherheitspersonal auf der Fläche werden natürlich ebenfalls mitgezählt“, erklärte die Sprecherin. Insgesamt seien die neu verschärften Abstandsbedingungen in den Häusern verhältnismäßig leicht umzusetzen. „Wir sind in der glücklichen Situation, dass das Konzept, welches wir von Anfang an implementiert hatten, tatsächlich die Veränderungen in den vergangenen Monaten abdeckt“, so Steuerwald.

Tipps gegen lange Wartezeiten

Um lange Warteschlangen an den kommenden Samstagen möglichst zu vermeiden, ist das Unternehmen in den Sozialen Medien sehr aktiv. „Wir nutzen alle unsere Kanäle, um die Kunden darauf hinzuweisen, dass sie angesichts der aktuellen Situation möglichst unter der Woche sowie alleine oder maximal zu zweit zu uns kommen. Wir sehen, dass das gut funktioniert, um den Spitzen entgegen zu wirken“, erklärte Steuerwald weiter. Die Sprecherin wies zudem auf das Serviceangebot Click & Collect hin, bei dem Kunden die online bestellte Ware im Einrichtungshaus ihrer Wahl abholen können, ohne dafür erst durch den ganzen Laden laufen zu müssen.

Anzeige