Die Selmer Feuerwehr ist nun mit Abbiegeassistenten unterwegs. Der stellvertretende Wehrführer Markus Groppe (r.) sowie Johannes Wüllhorst zeigen, wie groß der tote Winkel bei dem Fahrzeug ist. Foto: Stadt Selm / M. Woesmann
Die Selmer Feuerwehr ist nun mit Abbiegeassistenten unterwegs. Der stellvertretende Wehrführer Markus Groppe (r.) sowie Johannes Wüllhorst zeigen, wie groß der tote Winkel bei dem Fahrzeug ist. Foto: Stadt Selm / M. Woesmann
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Selm. Ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit erfahren die Fahrzeuge der Feuerwehr Selm. Das erste Fahrzeug ist nun mit einem Abbiegeassistenten ausgestattet, der den Fahrer vor Radfahrern oder Fußgängern im toten Winkel bzw. neben dem Fahrzeug warnt. Die weiteren Fahrzeuge der Feuerwehr werden ebenfalls mit dem technischen System nachgerüstet. Nach den Großfahrzeugen der Stadtwerke Selm, die komplette Flotte war als erste Kommune in ganz Deutschland mit einem Abbiegeassistenten ausgerüstet, nimmt die Stadt auch bei den Feuerwehren eine Vorreiterrolle ein.

„Die Feuerwehr Selm freut sich, dass wir mit diesem Abbiegeassistenten für mehr Sicherheit im Verkehr beitragen können“, betonte Selms stellvertretender Wehrführer Markus Groppe bei der Vorstellung des Systems am Freitagabend. Die Fahrt zu einem Einsatz sei schon fordernd genug. „Alles, was den Fahrer dann unterstützen kann und die Fahrt für unsere Kolleginnen und Kollegen und Bürger sicherer macht, ist da gern gesehen“, so Groppe. Denn sollte es zu einem Unfall bei der Anfahrt kommen, wären das Fahrzeug und damit die Feuerwehrleute nicht mehr verfügbar für den Einsatz.

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Das System für die Feuerwehr hat die Borker Firma Wüllhorst entwickelt. Wie bei den Fahrzeugen der Stadtwerke Selm, die ebenfalls von Wüllhorst ausgerüstet wurden, handelt es sich um eine eigene Entwicklung. „Wir setzen bei unserem Abbiegesassistenten 4.0 auf ein kombiniertes System aus Radar- und Kameraüberwachung“, erklärte Johannes Wüllhorst. Dabei kann der Assistent zwischen dynamischen und statischen Zielen wie PKW, LKW sowie Fußgängern und Radfahrern unterscheiden.

Um den Fahrer während der Fahrt nicht abzulenken, wird das System erst bei einem Abbiegevorgang aktiviert. Ein Kamerabild zeigt neben dem Außenspiegel den toten Winkel. Zudem wird der Fahrer gewarnt, wenn sich ein Radfahrer im erfassten Bereich befindet. „So ein System, das deutlich die Verkehrssicherheit insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer verbessert, sollten alle Kommunen für ihre Großfahrzeuge anschaffen. Selm ist da ein guter Vorreiter“, sagte Johannes Wüllhorst.

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