Balkonkonzert mit Mitgliedern der Chorgruppe Senfkorn: Um die Abstandsregeln einzuhalten, traten die Künstlerinnen und Künstler in den Außenbereichen der Pflegeeinrichtungen auf. Foto: Stadt Lünen
Balkonkonzert mit Mitgliedern der Chorgruppe Senfkorn: Um die Abstandsregeln einzuhalten, traten die Künstlerinnen und Künstler in den Außenbereichen der Pflegeeinrichtungen auf. Foto: Stadt Lünen
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Lünen. Zum Abschluss gab es „Senfkorn“ – jedoch nur zum Zuhören. Die Chorgruppe, die sich hinter dem Namen verbirgt, war in der Service-Wohnanlage „Cappenberger Straße“ zu Gast und hat dort das vorerst letzte Konzert der Veranstaltungsreihe „Balkonkonzerte“ gegeben. Die Organisatoren ziehen nach insgesamt 16 Konzerten in unterschiedlichen Pflegeeinrichtungen in Lünen eine positive Bilanz.

David Zolda vom Kulturbüro der Stadt Lünen: „Die Balkonkonzerte waren für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Die Künstlerinnen und Künstler konnten vor Publikum auftreten und ihrem Job nachgehen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern wurde der in diesen Zeiten nicht leichte Lebensalltag ein klein wenig schöner gemacht. Und auch für uns als Organisatoren war es eine gelungene Abwechslung, weil das kulturelle Leben aktuell eher von Absagen und Verschiebungen dominiert wird.“

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Die Reihe wurde vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vom Kulturbüro und der Koordinierungsstelle Altenarbeit der Stadt Lünen initiiert und konzipiert. Ziel war es, Künstlerinnen und Künstler, die aufgrund der Pandemie nicht regulär auftreten können, mit Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen, die nur eingeschränkt Besuche empfangen dürfen, zusammenzubringen.

Um die Abstandsregeln einzuhalten, traten die Künstlerinnen und Künstler in den Außenbereichen der Pflegeeinrichtungen auf. Die Bewohnerinnen und Bewohner hörten entweder von den Balkonen oder in den Gartenanlagen zu, viele aber auch direkt aus ihren Zimmern. Die Begeisterung für die Veranstaltungsreihe war groß, erklärt Annette Goebel von der Koordinierungsstelle Altenarbeit: „Es war schon sehr berührend zu erleben, wie die Menschen regelrecht aufblühten – insbesondere bei Liedern, die offenbar schöne Erinnerungen wach werden ließen.“

In diesen Zeiten solche positiven Erlebnisse möglich machen zu können war – so das Fazit der Organisatoren – für alle Beteiligten ein echtes „Highlight“.

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