Museum Schloss Cappenberg: Ausstellung zu Wessel-Zumloh

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Cappenberg/Kreis Unna. Irmgart Wessel-Zumloh (1907–1980) war eine der führenden deutschen Künstlerinnen der Nachkriegszeit. Werke von ihr sind jetzt im Museum Schloss Cappenberg in Selm zu sehen – begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm für die ganze Familie.

„Durch die Fusion von abstrakten und organischen Elementen entwickelte Wessel-Zumloh eine markante künstlerische Sprache zwischen gegenstandsloser informeller Kunst und rigoros figurativen Motiven“, fasst Kuratorin Sally Müller die Bilder der Ausstellung zusammen. Zu sehen sind Stillleben, Interieurs und Alltägliches. Ergänzt werden die Bilder von Installationen von Marie Donike und Johannes Specks. Sie sind konzeptuell angelegt und laden ein, ins Gespräch zu kommen „Zwischen gedecktem Tisch und Farbe“, wie der Titel der Ausstellung ankündigt.

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Ausgangspunkt: Der hellgrüne Krug

Das Bild „Mit hellgrünem Krug (1960)“ ist im Besitz des Kreises Unna und Ausgangspunkt für die Ausstellung. Insgesamt rückt die Ausstellung einerseits die Künstlerin und ihr Schaffen sowie das Thema des Stilllebens und die Ästhetik des Alltags in den Vordergrund. Um dieses Werk aus der Hochzeit ihres Schaffens gruppieren sich in der Ausstellung insbesondere Gemälde von 1945 bis 1975.

Auch das Rahmenprogramm greift die Themen Stillleben und Ästhetik des Alltags auf: So werden neben Führungen und Dialogen in der Ausstellung auch eine Erlebnistour und ein Picknick angeboten. Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren können bei einem zweieinhalbstündigen Programm etwas über die Künstlerin und Landschaftsmalerei lernen. Auch Senioren können zu Stiften und Pinseln greifen: Nach einem kurzen theoretischen Teil werden Stillleben auf Papier und Leinwand gebracht – gefolgt von gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.

Sonderprogramm für Demenzerkrankte

Im Sonderprogramm können Demenzerkrankte die Ausstellung erfahren. Vermutlich ganz im Sinn von Wessel-Zumloh richtet sich dabei der Fokus auf das Erleben und Erfahren der Bilder, der Farben und Formen. Durchgeführt wird das Programm von Kunstvermittlerin Meret-Joleen Flunkert.

Flunkert ist auch bei den offenen Ateliers dabei, bei denen jeder interessierte Besucher jeden zweiten Samstag im Monat von 11 bis 16 Uhr selbst nach dem Besuch der Ausstellung an der Leinwand aktiv werden kann. Zwei Kunstvermittlerinnen unterstützen bei Bedarf beim Entstehen des eigenen Werks.

Auch für Schülerinnen und Schüler ist etwas mit dabei: Das Schulprogramm wird für alle Altersklassen angeboten von der ersten bis zur 13. Klasse. Alle Informationen dazu sind im Flyer der Medienpädagogik unter www.museum-schloss-cappenberg.de zu finden. Zum Rahmenprogramm gibt es ebenfalls einen eigenen Flyer.

Die Ausstellung ist bis zum 7. April 2024 im Museum Schloss Cappenberg zu sehen. Geöffnet ist das Museum während dieser Zeit dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 17.30 Uhr. Regulärer Eintrittspreis beträgt sechs Euro, ermäßigt drei Euro. PK | PKU

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