Dienstag, Februar 7, 2023

Klavierkonzert der Musikfreunde: „Hechtsprung in die Virtuosität”

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Wer­ne. Drän­gend und kraft­voll, dann wie­der so äthe­risch, wie sie selbst in ihrem wei­ßen Kleid wirk­te: Mit der süd­ko­rea­ni­schen Pia­nis­tin A Jin Sohn boten die Musik­freun­de Wer­ne am Don­ners­tag (19. Janu­ar 2023) im aus­ver­kauf­ten Foy­er der Mar­ga-Spie­gel-Schu­le ein Kam­mer­kon­zert auf Weltklasseniveau.

Auf dem Pro­gramm stan­den drei her­aus­for­dern­de Wer­ke: die Kreis­le­ria­na Op 16 von Robert Schu­mann, Beet­ho­vens Kla­vier­so­na­te Nr. 26 in Es-Dur op. 81a, „Les Adieux“ genannt, sowie die Bal­la­de  Nr. 2 F‑Dur op. 38 und die Bar­ca­rol­le Fis-Dur op. 60 von Fré­dé­ric Chopin.

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A Jin Sohn gab sich ihrer Musik voll und ganz hin. Sie spür­te ihr nach, den Kopf mit kon­zen­trier­ter Mie­ne tief über die Tas­ten gebeugt. Sie wieg­te sich mit den Klän­gen, die sie sanft inein­an­der­flie­ßen ließ. Sie deu­te­te ein fei­nes Lächeln an, als sie mit fein abge­setz­ten Tönen humor­voll wir­ken­de Pikan­te­rien durch­blit­zen ließ.

Auf die­se Wei­se ließ A Jin Sohn die Stim­mungs­wech­sel, die gera­de in Schu­manns Kreis­le­ria­na  hart auf­ein­an­der­pral­len, über­zeu­gend klin­gen. Eben wie echt emp­fun­de­ne Emo­tio­nen. Da gab es unge­stü­me Pas­sa­gen, die auf­rüt­tel­ten, dann wie­der ein The­ma, das sich wie ein Wild­was­ser­bach über die Zuhö­ren­den ergoss. Ein Abbruch, eine lan­ge Pau­se – und ein suchen­des Motiv wag­te sich her­vor. Der inni­gen Into­na­ti­on folg­te ein Auf­be­geh­ren mit hef­ti­gen Anschlä­gen, abge­löst von Kla­gen in sono­ren Bass­no­ten. Die­se lös­ten sich in einem Pia­no auf, das in einem Nichts zu ver­schwin­den droh­te – doch bevor es soweit war, kris­tal­li­sier­te A Jin Sohn eine sang­li­che Melo­die heraus.

Einmal mehr war das Kammerkonzert der Gesellschaft der Musikfreunde Werne im Foyer der Marga-Spiegel-Schule sehr gut besucht. - Foto: Schwarze
Ein­mal mehr war das Kam­mer­kon­zert der Gesell­schaft der Musik­freun­de Wer­ne im Foy­er der Mar­ga-Spie­gel-Schu­le sehr gut besucht. Foto: Schwarze

„Die Kreis­le­ria­na ist wie ein Hecht­sprung aus dem Stand in die höchs­te Vir­tuo­si­tät und Aus­drucks­stär­ke – eine Beschwö­rung der Blau­en Blu­me der Roman­tik“: So hat­te Pro­fes­sor Arnulf von Arnim, Leh­rer der jun­gen Pia­nis­tin, in sei­ner Ein­füh­rung vor dem Kon­zert die­ses Werk von Schu­mann charakterisiert.

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