Sonntag, November 27, 2022

Unverwechselbarer Klangmix bei Kammerkonzert der Musikfreunde

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Wer­ne. Nach­dem mit der Pan­flö­tis­tin Han­nah Schlu­b­eck eine Aus­nahme­mu­si­ke­rin in Wer­ne zu Gast war, stell­te die Gesell­schaft der Musik­freun­de am Don­ners­tag­abend (20. Okto­ber) ein wei­te­res unge­wöhn­li­ches Glanz­licht auf.

Das inter­na­tio­nal besetz­te Odelya Trio fas­zi­nier­te das Publi­kum im aus­ver­kauf­ten Foy­er der Mar­ga-Spie­gel-Sekun­dar­schu­le mit sei­nem unver­wech­sel­ba­ren Klang­mix: Vit­to­ria Quartar­a­ro am Kla­vier, Mari Ánge­les del Val­le Casa­do am Saxo­phon und Manon Blanc-Del­s­alle mit ihrem Mezzosopran.

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„Es ist eine Beset­zung, für die es fast kei­ne Lite­ra­tur gibt“, erklär­te Mari Ánge­les del Val­le Casa­do. Die meis­ten Stü­cke im Pro­gramm hät­ten sie also über­tra­gen. Wobei es natür­lich genü­gend Wer­ke für Kla­vier und Gesang­stim­me gäbe. „Das Pro­blem bin meis­tens ich“, sag­te die Saxo­pho­nis­tin mit einem char­man­ten Augen­zwin­kern. Und bewies gleich im ers­ten Stück, dass sie mit ihrem Holz­blas­in­stru­ment mühe­los sogar das Piz­zi­ca­to einer Brat­sche imi­tie­ren kann. 

Die drei jun­gen Frau­en, die bereits optisch mit ihrer kon­trast­star­ken schwarz-roten Kon­zert­klei­dung ein Zei­chen setz­ten, mal­ten ein span­nungs­rei­ches, mal fre­ches, mal impres­sio­nis­ti­sches Klang­bild. Ein­schmei­cheln­den Lie­dern wie „Die Ster­ne“ von Pau­li­ne Viar­dot-Gar­cia hielt das Trio Stü­cke von irri­tie­ren­der Dis­so­nanz ent­ge­gen. Da klirr­te das Kla­vier in den höchs­ten Spitz­tö­nen, da schrill­te das Saxo­phon, da rapp­te die Sing­stim­me. Dann wie­der har­mo­nier­ten die sang­li­chen Qua­li­tä­ten des Saxo­phons mit der schlan­ken, ele­gan­ten Stimm­füh­rung von Manon Blanc-Delsalle.

Das Publi­kum war vom Odelya Trio begeis­tert und spar­te nicht mit Applaus. Foto: Schwarze

Umge­kehrt setz­te die Sopra­nis­tin ihre Stim­me bis­wei­len wie ein Instru­ment ein, wenn sie tona­le Lau­te wie aus dem Nichts auf­blü­hen ließ, wenn sie laut­ma­le­risch zisch­te oder Luft durch die Zäh­ne press­te. Am Kla­vier erwies sich Vit­to­ria Quartar­a­ro als ein­fühl­sa­me Dia­log­part­ne­rin, die behut­sam umspiel­te, ohne zu über­tö­nen, aber auch Gegen­po­le setz­te, wenn sie wie bei „Le Chant Du Veil­leur“ see­li­sche Auf­ge­wühlt­heit durch­klin­gen ließ.

INFO

Am 17. Novem­ber 2022 gibt Caro­li­ne Nobst ab 20 Uhr ein Har­fen­kon­zert im Foy­er der Mar­ga-Spie­gel-Sekun­dar­schu­le. Ein­tritts­preis: 20 Euro, Vor­ver­kauf bei Bücher Beck­mann in Wer­ne. Wie die Musik­freun­de auf ihrer Home­page mit­tei­len, kann die im Fly­er ange­kün­dig­te Kar­lot­ta Haydn aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht in Wer­ne auftreten.

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