Freitag, Juli 1, 2022

Musica Sacra Westfalica: Junge Stimmen streben „Himmelwärts“

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Wer­ne. Flie­ßen­de Melo­die­bö­gen, sanf­te Schwin­gun­gen und ruhi­ge Rhyth­men: Der Jugend­kon­zert­chor der Musik­aka­de­mie Dort­mund prä­sen­tier­te sich am Sonn­tag­nach­mit­tag mit einem fast medi­ta­tiv anmu­ten­den Kon­zert. Mehr als 120 Zuhö­rer waren der Ein­la­dung der Stif­tung Musi­ca Sacra West­fa­li­ca gefolgt und lie­ßen sich in St. Chris­to­pho­rus von dem klang­schö­nen A‑cap­pel­la-Gesang faszinieren.

„Him­mel­wärts“ hat­ten der Jugend­kon­zert­chor und sein musi­ka­li­scher Lei­ter Felix Heit­mann ihr Pro­gramm über­schrie­ben. Dar­un­ter fass­ten sie Wer­ke, die von schick­sal­haf­ten Erfah­run­gen eben­so wie von Hoff­nung und Ver­hei­ßung kün­de­ten. Die Motet­te „Ich bin eine rufen­de Stim­me“ des Barock­kom­po­nis­ten Hein­rich Schütz fand dar­in eben­so ihren Platz wie Brahms „Nacht­wa­che II“ und Wer­ke zeit­ge­nös­si­scher Kom­po­nis­ten – etwa „Veni­te et audi­te“ (Kommt und hört) von Jean Lang­lais oder eine Psalm­ver­to­nung aus dem Requi­em von Her­bert Howells.

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Die­se Stü­cke waren für den Chor zu Licht­bli­cken gewor­den, in Zei­ten von Lock­downs, Home­schoo­ling, Aus­gangs­sper­ren und Online­pro­ben. Etwas von der Zuver­sicht, die sie trotz die­ser Schwie­rig­kei­ten im gemein­sa­men Sin­gen gefun­den hat­ten, gaben die Jugend­li­chen am Sonn­tag an ihr Publi­kum weiter.

Mehr als 120 Zuhö­rer waren der Ein­la­dung der Stif­tung Musi­ca Sacra West­fa­li­ca gefolgt. Foto: Schwarze

Bei der Inter­pre­ta­ti­on herrsch­te eine fei­er­li­che Stim­mung vor, getra­gen von einer kon­zen­trier­ten Span­nung der jun­gen Sän­ge­rin­nen und Sän­ger. Da erho­ben sich klang­rei­ne Sopran­stim­men wie eine Stim­me zu glas­kla­rem For­te, im nächs­ten Moment auf­ge­fan­gen von Altis­tin­nen und Bäs­sen. Wie­gen­de Rhyth­men glit­ten durch das Got­tes­haus, zu denen der Chor in fein abge­stuf­ten Cre­scen­di Stimm­la­ge für Stimm­la­ge aufblühte. 

Wie eine fei­ne Minia­tur erklang zwi­schen­durch ein Vokal­sex­tett: Sechs Sän­ge­rin­nen und Sän­gern des Gesamt­cho­res into­nier­ten drei Lie­der mit fili­gra­ner Durch­sich­tig­keit und unge­küns­tel­ter Innig­keit. Gleich­zei­tig ver­lie­hen sie die­sen Stü­cken eine strah­len­de Far­big­keit, die den Kir­chen­raum dyna­misch zu fül­len vermochte. 

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