Historiker erhalten Kulturpreis – und spenden die Prämie

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Werne. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Westfälischen Stube im Stadtmuseum überreichte Bürgermeister Lothar Christ am Donnerstag (13. Januar) den Kulturpreis 2021 an Joseph Funhoff und Dr. Franz-Josef Schulte-Althoff.

Der Kulturpreis der Stadt Werne wird seit 1996 für herausragende Leistung im Bereich Kunst/Kultur verliehen, seit 2003 alle drei Jahre. „Sie haben sich wahrlich um das Kulturleben in unserer Stadt verdient gemacht und reihen sich nun in eine illustre Runde ein“, sagte Bürgermeister Lothar Christ in Richtung der Preisträger.

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Dr. Franz-Josef Dr. Schulte-Althoff erhält den Preis für seine Verdienste, die in der Aufarbeitung der Werner Stadtgeschichte für den Zeitraum vom Ende der fürstbischöflichen Zeit (1803) bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges liegen. Er hat dabei die Zustände und Ereignisse in Werne mit den Geschehnissen im frühen Preußen bzw. im Deutschen Reich gespiegelt, wodurch seine Ausführungen besonders greifbar und verständlich wurden. Der ehemalige Dozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster hat durch seine Arbeit Licht in die Werner Geschichte gebracht, die bis dahin in vielen Einzelakten versteckt war. Interessierten Bürgern, insbesondere auch Schülern und Studenten, die im Bereich der Geschichte unterwegs sind, hat er durch seine Arbeit wertvolles Material zur Verfügung gestellt. Schulte-Althoff lebt seit 25 Jahren in Werne.

Auch Vertreter/innen des Heimatvereins, Museums, der Verwaltung und der Familie gratulierten den beiden Preisträgern. Foto: Wagner

Joseph Funhoff hat sich für die Stadt Werne durch die Transkription (Lesbarmachung) alter handgeschriebener Dokumente verdient gemacht. Zu nennen sind hier besonders die Magistratsprotokolle von 1856 bis 1927 (mehr als 1.400 Seiten), die Volkszählungslisten aus den Jahren 1810, 1840 und 1846, die Gebäudelisten ab 1777 und die Schülerlisten von 1831/32 mit sämtlichen Kindern aller Werner Schulen. Diese transkribierten Listen sind hervorragende Quellen für die Ahnen- und Familienforschung. Auch die Wiederaufnahme des Brauches der Schnadegänge, die ihren Ursprung im frühen Mittelalter haben, ist auf seine Initiative zurückzuführen. Die Vorbereitung und Durchführung der bisher fünf erfolgten Schnadegänge lagen in seiner Hand.

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. Funhoff spendete seinen Teil an das Kapuzinerkloster, Schulte-Althoff seinen an die Caritas.

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