Wilma Cramer und Roland Sperlich freuen sich auf den Re-Start im Kulturzentrum. Foto: Gaby Brüggemann
Wann geht es mit kulturellen Veranstaltungen in Werne, wie beispielsweise bei Wilma Cramer und Roland Sperlich vom Kulturzentrum FlözK, weiter? Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Im Kulturausschuss der Stadt Werne stellte der zuständige Dezernent Alexander Ruhe die Vorbereitungen zum „Neustart Kultur“ vor. Außerdem wurde der UWW-Antrag, allen Kulturschaffenden in der Stadt mit einem Solidarfonds unter die Arme zu greifen, begrüßt, zuvor allerdings noch mehr belastbare Zahlen gefordert.

Ruhe berichtete von einem Gespräch mit Vereinen und Personen, um einen Re-Start in diesem Jahr vorzubereiten. „Viele planen einen Wiederbeginn erst in 2022 und sehen in diesem Jahr noch durchaus nachvollziehbare Risiken“, so der Dezernent.

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Ideen sammelten die Beteiligten aber schon einmal. Eine Imageprogramm, die Kultur in Werne als Marke herauszustellen, sei in Vorbereitung. Veranstaltungen in „begrenzten Räumen“ seien denkbar, eine große Veranstaltung vor dem Rathaus dagegen wohl nicht umsetzbar. Zudem habe die Verwaltung Förderprogramme im Blick. „Die Kulturschaffenden berichten noch von keiner Existenzgefährdung, aber der Schuh drückt doch gewaltig, auch durch Mitgliederschwund“, erläuterte Ruhe.

Einen Überblick über die Ideensammlung kündigte der Dezernent für Ende März an, die Koordinierung, ein weiteres Treffen sowie die Umsetzung von Imagemaßnahmen sollen im April folgen. Die erste Kulturveranstaltung könnte dann im Mai über die Bühne gehen.

Weil kulturelle Veranstaltung nicht durchgeführt werden, spart die Verwaltung rund 20.000 Euro ein. „Das Geld können wir anderweitig zur Verfügung stellen. Die Entscheidung treffen Sie, die Politik“, sagte Alexander Ruhe in Richtung der Ausschussmitglieder.

Verwaltung soll Fragen zum UWW-Antrag beantworten

Der Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft Werne (UWW) wurde einheitlich begrüßt. Marita Funhoff (SPD) merkte an: „Wir brauchen mehr Fakten, um so verbindliche Regelungen treffen zu können.“ Jörg Weber (CDU) ergänzte: „Wie groß ist der Fördertopf? Sollen die eingesparten 20.000 Euro mit rein? Wer darf einen Antrag stellen? Das muss noch geregelt werden.“ Dezernent Alexander Ruhe gab zu bedenken, dass eine Bedürftigkeitsprüfung hohen administrativen Aufwand erfordere. Ausschussvorsitzender Wilhelm Jasperneite schloss die Diskussion mit der Aufforderung an die Verwaltung, den Antrag mit Zahlen zu unterfüttern.

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