Zwei leistungsstarke Lüftungsanlagen unter der Decke und ein neues Fenster mit zwei großen Flügeln zum Öffnen sorgen zum Neustart bei Veranstaltungen des Kunst- und Kulturvereins FlözK für die Verbesserung des Raumklimas. Stephanie Kaltenborn (links), Wilma Cramer und Roland Sperlich stellten den geplanten Neustart vor. Foto: Gaby Brüggemann
Zwei leistungsstarke Lüftungsanlagen unter der Decke und ein neues Fenster mit zwei großen Flügeln zum Öffnen sorgen zum Neustart bei Veranstaltungen des Kunst- und Kulturvereins FlözK für die Verbesserung des Raumklimas. Stephanie Kaltenborn (links), Wilma Cramer und Roland Sperlich stellten den geplanten Neustart vor. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Der Kunst- und Kulturverein FlözK ist für den Neustart seines kulturellen Angebots gerüstet. Zwei leistungsstarke Lüftungsanlagen und ein neues zweiflügeliges Fenster zum Öffnen wurden mit Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Neustart Kultur“ im Veranstaltungsraum an der Flöz-Zollverein-Straße installiert.

90 Prozent der Kosten kommen aus dem Fördertopf, zehn Prozent übernimmt der Verein in Eigenbeteiligung. Der darf das Förderprogramm-Logo „Neustarter“ jetzt für seine Werbung nutzen.

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Im November hatte Stephanie Kaltenborn den Förderantrag für „Pandemie bestimmte Investitionen für Kultureinrichtungen“ auf den Weg gebracht und bald darauf die Zusage erhalten. Gemeinsam mit Roland Sperlich und Wilma Cramer stellte sie die neue, technische und bauliche Verbesserung am Mittwoch (24. März) im Mediengespräch vor. Wann es jedoch mit den ersten Veranstaltungen wieder losgehen kann, ist offen und nach wie vor abhängig von der Pandemie-Lage. Auf jeden Fall will man den Neuanfang wagen und das seit Jahren etablierte und beliebte Kulturangebot wieder aufnehmen, lautete die Botschaft.

„Wir können aber nur von Woche zu Woche planen“, betonte Roland Sperlich. Für die beliebte Club-Montreux-Reihe hat er aber schon Band-Buchungen für die Monate Juni bis September auf dem Zettel. „Teilweise mussten Termine immer wieder verschoben werden, berichtete er. Als erstes stehe Ende Mai ein Kabarett-Abend im Kalender und am ersten Freitag im Juni ein Club-Montreux-Konzert mit einer spanischen Band. Falls möglich, sollten zum Neustart auch wieder Angebote wie Kino oder Lesungen mit geringer Besucherzahl dabei sein. Darauf, dass das Publikum zurückkommt, hofft man sehr und ist überzeugt: „Die Geselligkeit fehlt uns doch allen“.

Die neue Lüftungsanlage wurden platzsparend unter der Decke angebracht und kann sowohl im Dauerbetrieb als auch mit hoher Leistung vor der Veranstaltung oder während der Pause für eine Beseitigung der Aerosole aus der Raumluft sorgen. Die Geräte saugen die Raumluft an, filtern sie und reinigen sie mit UV-Licht, hieß es. Der Einbau des neuen Fensters ermöglicht nun, anders als zuvor, das Lüften des Raumes.

Aktuell hoffen die Neustarter vom FlözK auf gutes Wetter in den kommenden Monaten, sodass wieder Club-Konzerte etc. im Freien hinter den Vereinsräumen stattfinden können. Im Sommer 2020 hat man ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept entwickelt. „Darauf können wir wieder zurückgreifen“, betonte Wilma Cramer, dass die Abläufe erprobt sind. Der Verein hatte für Desinfektionsständer, Abstandsregeln, Kartenverkauf, einer begrenzten Zahl an Sitzplätzen und Dokumentation der Besucheradressen etc. gesorgt.

Derzeit gehe aber gar nichts, betonten die FlözK-Mitglieder. Auch die Jahreshauptversammlung müsse man digital planen, erläuterte Kaltenborn. Immerhin habe man für die Durchführung nicht wie sonst üblich im ersten Quartal sondern bis zum Jahresende Zeit. Da in der Sitzung einige Satzungsänderung anstehen, müssten die Mitglieder ihre Abstimmung aber schriftlich abgeben. Das sei auch per E-Mail möglich.

Bei der Gelegenheit räumten die FlözK-Mitglieder auch mit dem Gerücht auf, dass die gemieteten Vereinsräume der Zufahrt zur geplanten Surfworld auf dem Zechengelände weichen müssten. Das stimme nicht und sei wohl einer ungenauen Abbildung des Vorhabens geschuldet, hieß es sinngemäß. Tatsächlich werde die Zufahrt über die jetzige Stichstraße zwischen Busunternehmen und Autofirma gegenüber der Einmündung des Südrings auf die Kamener Straße angelegt. „Das hat nichts mit unseren Räumen zu tun“, versicherten die drei.

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