Sunil Mann erhielt den Glauser-Preis. © Sunil Mann
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Im Herbst 2019 veranstalteten Herausgeber Hartmut Marks und Verleger Magnus See die dritte Ausgabe des regionalen Krimifestivals „Blutige Lippe“. Für die zugehörige Anthologie, die im Ventura Verlag aus Werne erscheint, schrieb u.a. die Kölner Autorin Christine Drews einen spannenden Solebad-Krimi über Werne.

Für die Gemeinde Wadersloh verfasste der Schweizer Autor Sunil Mann („Der Schwur“) den – nun im wahrsten Sinne – ausgezeichneten Kurzkrimi „Der Watschenmann“. Darin wird in atmosphärisch dichter Sprache das Schicksal eines Mobbingopfers geschildert.

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„Sunil Mann würzt seinen packenden Kurzkrimi, dessen starke Bilder dem Leser im Kopf hängen bleiben, mit Landliebe, Witz und Bitterkeit, garniert mit jugendlichem Wahn und serviert dem Leser einen literarischen Hochgenuss, der zart und zugleich deftig schmeckt und einen verstörend süßen Nachgeschmack hinterlässt“, so lautet die Begründung der Glauser-Preis-Jury des „Syndikats“.

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des „Syndikats“, deutschsprachige Krimiautorinnen und –autoren, zur „Criminale“ und vergeben in einer großen Galaveranstaltung den wichtigsten deutschsprachigen Krimipreis, den Friedrich-Glauser-Preis. Benannt ist er nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser (1896-1938), der mit der Figur seines Wachtmeister Studer eine der ersten Detektivgestalten des deutschprachigen Raumes geschaffen hat.

2020 sollte die „Criminale“ in Hannover stattfinden, doch aufgrund der Coronapandemie wurde die Preisverleihung online abgehalten: http://www.die-criminale.de/criminale-aktuell/4120-die-grosse-glauser-preis-gala-hier-online.html

Sunil Mann wurde in der Kategorie „Kurzkrimi“ ausgezeichnet. „Ich war sprachlos, weil ich echt gedacht habe, jemand anders gewinnt. Kollege Raoul Biltgen war zuvor schon gefühlte 628 Mal nominiert und ich war mir sicher, dass sie ihm das Teil diesmal geben. Doch was sich in der Vergangenheit schon oft gezeigt hat:  der Glauser-Preis ist immer für Überraschungen gut. Und gefreut habe ich mich danach natürlich trotzdem. Sehr sogar!“, kommentiert der Schweizer Bestsellerautor seine Auszeichnung.

Mit ihm freuen sich der Herausgeber der „Blutigen Lippe 3“, Hartmut Marks, und Verleger Magnus See. „Sunil Mann ist ein hervorragender Schriftsteller und weiß auch bei Lesungen, seine Zuhörer zu packen und zu unterhalten. Wir werden ihn in naher Zukunft einmal für eine Veranstaltung nach Werne holen“, verspricht Marks.

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