„Fooks Nihil“ machen den Auftakt der FlözK-Konzerte im Kolpingsaal. Foto: Fooks Nihil
„Fooks Nihil“ machen den Auftakt der FlözK-Konzerte im Kolpingsaal. Foto: Fooks Nihil
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Werne. „Das nächste Club-Montreux-Konzert des FlözK findet im Werner Kolpinghaus statt.” Das teilte Roland Sperlich für den Kulturverein jetzt gegenüber WERNEplus mit. Doch nicht nur die Band „Fooks Nihil“ , die am Freitag, 2. Oktober, zupackenden Surf-Beat und Neo-Psychedelic präsentieren wird, auch weitere Veranstaltungen sollen hier folgen. So steht schon am 17. Oktober das zweite Konzert – ein Bob-Dylan-Abend – im Kalender.

Die Corona-Pandemie hatte nicht nur die beliebten Live-Konzerte der Club-Montreux-Reihe, sondern auch viele andere Angebote des Kulturvereins ausgehebelt. Nach dem auch die Open-Air-Saison nun endgültig vorüber sei und Veranstaltungen mit vielen Gästen in den Räumen des Vereins an der Flöz-Zollverein-Straße eben nicht durchgeführt werden könnten, freue man sich über die „Möglichkeit des Auslagerns“, schildert Roland Sperlich. Denn der Kulturverein möchte seinen zahlreichen Stammgästen und neuen Interessenten gerne wieder ein Programm bieten.

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Die Nutzung des Kolpingsaals ermögliche die Stadt Werne Kultur schaffenden Verein wie FlözK für einen begrenzten Zeitraum, erklärte Marlies Schmid-Goßherger vom Kulturamt dazu auf Nachfrage von WERNEplus. Das habe der Kulturausschuss im Zuge der Corona-Auswirkungen schon vor einiger Zeit beschlossen. Sie weiß um die Schwierigkeiten der Kulturschaffenden, die aufgrund von Corona Auftritte und Veranstaltungen absagen mussten. Derzeit bereite man außerdem die Aufnahme von Veranstaltungen der Theater-Abo-Reihe vor, auch wenn man statt 500 nur 200 Stühle aufstellen könne. „Wir möchten wieder anfangen, für die Künstler und auch, um die Stimmung wieder etwas nach oben zu bringen.” Ein Sicherheitskonzept sei auch schon ausgearbeitet.

Für FlözK bringt die vorübergehende Abwanderung in den Kolpingsaal allerdings auch weniger erfreuliche Konsequenzen mit sich. „Alles hat seinen Preis“, schreibt Roland Sperlich, denn nun müsse man leider einen höheren Eintritt nehmen. Im Kolpinghaus entstünden Kosten, die sonst nicht anfielen, denn die Kosten für Technik, Personal und die Getränkeversorgung lägen in der Hand der Firma Stolzenhoff.

Die Aufwendungen für Gage, Hotelkosten und Verpflegung einer Band habe man ansonsten in den eigenen Räumen über den Verkauf von Getränken finanziert, das sei hier allerdings nicht möglich. Reine Hutspenden-Konzerte könne man sich nach den monatelangen Ausfällen aller Veranstaltungen nicht mehr erlauben, denn die Mietkosten liefen ja weiter, schildert er das Dilemma. Weil niemand genau wisse, wie sich die Situation entwickle, könne man nur an die jeweilige Situation angepasst agieren. „Das ist ein sehr nerviger und Ideen fordernder Umstand, den alle lieber heute als morgen wieder der Vergangenheit zuzählen würden“, beschrieb er die Stimmungslage im Verein. Deshalb bitte man um das Verständnis der Stammgäste und potenzieller neuer Interessenten. Für das Eintrittsgeld bekämen die Musikfreunde schließlich tolle Bands zu sehen und für gute Belüftung, Sitzgelegenheiten und genügend Abstand sei gesorgt.

Karten für das Konzert von „Fooks Nihil“ am 2. Oktober im Kolpinghaus kann man ab dem 17. September für 12 Euro bei Bücher Beckmann erstehen. Beim Kauf müssen die Kontaktdaten angegeben werden. Online können die Tickets auf der Homepage www.floez-k.de bestellt werden. Bitte ausgefülltes Gästeformular mitbringen.

„Fooks Nihil“: Die Band ist so ungewöhnlich wie ihr Name. Ihr ebenso reduzierter wie reichhaltiger Trio-Sound setzt den Fokus auf das Wesentliche und lässt Luft für drei eigenwillige Charaktere, die zusammen eine beeindruckende Symbiose formen. Westcoast Harmonien, zupackender Surf-Beat und elegante Neo-Psychedelic finden sich mühelos in einem Mix zusammen, der nur im Hier und Jetzt entstehen kann. So ist ihre Rückschau vielmehr ein Blick nach vorne und fügt den Vorbildern ganz selbstverständlich eine persönliche Note hinzu. Im September erscheint das lang erwartete „Fooks Nihil“ betitelte Debütalbum auf Unique Records. Über zehn Stücke hinweg präsentieren sie auf ihre Vision von modernem Westcoast-Beat, der mit Retro-Romantik flirtet und dabei doch nie den Kontakt zu sich selbst verliert. Als Labelkollegen von Suzan Köcher’s Suprafon, Love Machine und den Blackberries bringen Fooks Nihil nun eine weitere Klangfarbe zu Unique Records, die sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Adressen für neue Psychedelik entwickelt haben. Für Fans der Richtung „Crosby, Stills Nash & Young“ ein wahrer Pflichtabend. http://www.fooksnihil.com/

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