Capitol Cinema Center Werne
Bund und Länder untersagen ab Montag Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen. Bis dahin aber hat das Kino in Werne noch geöffnet. Foto: Volkmer
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Werne. Seit Mittwoch steht fest, dass es ab Montag einen neuen Teil-Lockdown geben wird, um mit massiven Kontaktbeschränkungen die steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Um die Zahl der Kontakte wirksam zu verringern, schränken Bund und Länder die Gelegenheiten für Treffen ein, daher muss auch das Capitol Cinema Center Werne wieder vorübergehend schließen.

Jutta Wagner, die das Kino zusammen mit ihrem Mann Wido betreibt, reagierte auf die schlechten Nachrichten gefasst: „Als das noch gar nicht bestätigt war, hat Wido – wie schon beim ersten Lockdown – den Eindruck gehabt, dass da wieder etwas passieren wird, denn seit dem letzten Wochenende war deutlich weniger los.“ Rund 48 Stunden später kam die Bestätigung, dass Bund und Länder Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit untersagen.

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In den Herbstferien und in der Zeit davor seien die Besucherzahlen im Kino durchaus gut gewesen. „Zwar nicht vergleichbar mit früher, aber dafür hatten wir gleichmäßig zu tun“, berichtete Wagner. Das Cinema Center hatte nach dem ersten Lockdown ein Hygienekonzept eingeführt, bei dem sogar noch größere Abstände als erforderlich eingehalten wurden. Zudem gab es zwischen den Vorführungen größere Pausen, damit sich Besucher nicht beim rein- und rausgehen begegnen. „Wir hatten das Gefühl, dass die Leute das gemerkt und sich bei uns sicher gefühlt haben. Insofern hat sich der Aufwand gelohnt.“

Im Endeffekt aber bleiben die Türen des Kinos ab Montag erst einmal geschlossen. „Das ist vielleicht ein bisschen ungerecht, aber auf der anderen Seite ist es wohl nötig, damit die Menschen sich wieder klar machen, dass es gefährlich wird. Vielleicht ist das der einzige Weg, damit die Leute wieder besser aufpassen“, so Wagner.

In den nächsten Tagen wird sich das Betreiber-Paar vor allen Dingen mit der unumgänglichen Bürokratie befassen, gilt es doch, unter anderem wieder Mitarbeiter in die Kurzarbeit zu schicken. Vielleicht gibt es wie beim ersten Lockdown auch wieder einen Popkorn-Lieferservice, mit dem die Wagners Filmfans daheim versorgt haben, damit die einen fast stilechten Kinoabend auf der eigenen Couch genießen konnten.

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