Dienstag, Februar 7, 2023

Taschendiebstähle nehmen im Kreis Unna wieder deutlich zu

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Kreis Unna. Im Kreis­ge­biet hat die Zahl der Taschen­dieb­stäh­le zuge­nom­men. Im Fokus der Die­be ste­hen oft Dis­coun­ter. Zuletzt haben sich Anzei­gen von Kun­den, die beim Ein­kauf bestoh­len wur­den, gehäuft. Auch der all­ge­mei­ne Tru­bel in der Vor­weih­nachts­zeit und das Gedrän­ge auf den Weih­nacht­märk­ten zie­hen Trick- und Taschen­die­be an.

Regel­mä­ßig sind daher Poli­zei und Mit­glie­der des Pro­jek­tes „Senio­ren hel­fen Senio­ren” unter­wegs, um über Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men zu infor­mie­ren. „Wenn wir sehen, dass die Hand­ta­sche, in der sich oft die Geld­bör­se befin­det, im Ein­kaufs­wa­gen abge­legt ist, wei­sen wir dar­auf hin, dass das nicht die bes­te Idee ist“, so Taner Cegit vom Kom­mis­sa­ri­at Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on und Opfer­schutz der Poli­zei­be­hör­de in Unna.

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Deut­lich bes­ser sei es, Geld immer in ver­schlos­se­nen Innen­ta­schen der Klei­dung mög­lichst dicht am Kör­per zu trans­por­tie­ren. „Hand- und Umhän­ge­ta­schen soll­ten mög­lichst ver­schlos­sen auf der Kör­per­vor­der­sei­te getra­gen wer­den“, erklärt Senio­ren­be­ra­ter Wolf­gang Palm. Die Aktio­nen rich­te­ten sich vor­wie­gend an älte­re Men­schen. Aber es gibt auch ande­re Ziel­grup­pen. „Müt­ter, die bei­spiels­wei­se mit dem Kin­der­wa­gen unter­wegs sind, haben dadurch eben­so eine ein­ge­schränk­te Mobi­li­tät“, sagt Taner Cegit.

Auf Anfra­ge von WERN­Eplus bei der Kreis­po­li­zei­be­hör­de bestä­tig­te die­se, dass im Ver­gleich zum Vor­jahr die Zahl der bekannt gewor­de­nen Fäl­le gestie­gen ist. So sind im Okto­ber 2021 ins­ge­samt 36 Taschen­dieb­stäh­le akten­kun­dig gewor­den, in die­sem Okto­ber waren es schon 48.

Pan­de­mie führ­te zu tem­po­rä­ren Rückgang

„Wir haben – bedingt durch die Pan­de­mie – beson­ders im Jahr 2020 eine beson­de­re Situa­ti­on gehabt. Wegen der Ein­schrän­kun­gen war es vie­len Die­ben nicht mög­lich, Taschen­dieb­stäh­le durch­zu­füh­ren, weil es kei­ne Ver­an­stal­tun­gen gab und vie­le Leu­te zu Hau­se geblie­ben sind. Durch die Nor­ma­li­sie­rung der Situa­ti­on wer­den wir uns wahr­schein­lich wie­der in einem Bereich ein­pen­deln, der der Zeit vor Coro­na ähnelt“, ver­mu­tet Poli­zei-Pres­se­spre­cher Chris­ti­an Stein.

Laut Kri­mi­nal­sta­tis­tik wur­den im Jahr 2021 in Deutsch­land fast 73.000 Taschen­dieb­stäh­le ange­zeigt. Brenn­punkt­zei­ten sind die Stun­den vor Laden­schluss, bei Akti­ons­ta­gen und in der Vor­weih­nachts­zeit. Die Poli­zei rät dazu, immer nur so viel Bar­geld mit­zu­neh­men, wie beim Ein­kauf oder dem Weih­nachts­markt-Besuch benö­tigt wird.

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