Ergebnisse des Superblitzers: Mehr als doppelt so schnell unterwegs

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Werne. Im Februar ist der neue Superblitzer, den der Kreis Unna für dieses Jahr von einer Firma aus Wismar gemietet hat, erstmals in Werne zum Einsatz gekommen. Jetzt liegen die Auswertungen vor.

Eine Person ist dabei in der Nähe der beiden Gymnasien in einem Fahrzeug mit viel zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen.

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„Das war gegen 14 Uhr“, sagt Christian Bornemann. Er ist als Sachgebietsleiter der Bußgeldstelle und Verkehrssicherung beim Kreis Unna der Verantwortliche für die Aufstellung und Planung der Einsätze des mobilen, grauen Anhängers, dem sogenannten „Enforcement Trailer“. Dass sich der Sachgebietsleiter so genau an den Zeitpunkt erinnern kann, ist der traurigen Tatsache geschuldet, dass es sich dabei um ein besonderes Geschwindigkeits-Vergehen gehandelt hat.

Vom 8. bis 14. Februar war der moderne Blitzer am Rande des Parkplatzes der Minigolfanlage an der Goethestraße positioniert. 115 Mal hat die Anlage in dieser Zeit eine überhöhte Geschwindigkeit gemessen. „109 davon sind verwertbar gewesen“, so Bornemann. Dafür, dass die Quote nicht bei 100 Prozent liege, seien unter anderem besondere Lichteinfälle oder Reflektionen verantwortlich, sodass die Personen auf den Fotos nicht zu erkennen seien.

Nicht gezählt werden zudem Einsatzfahrzeuge. „Wenn ein Wagen ganz offensichtlich mit Blaulicht unterwegs gewesen ist, wird diese Messung nicht gewertet“, so Bornemann.

Trauriger Spitzenwert in Werne

Der Spitzenwert, der an der Goethestraße gemessen wurde, lag bei 67 (64 km/h nach Toleranzabzug). Für die Überschreitung um 34 Stundenkilometer – 30 km/h sind erlaubt –  muss der Verkehrsteilnehmer nun 260 Euro berappen. Überdies gibt es einen Punkt in Flensburg und ein Fahrverbot für einen kompletten Monat. Die hohe Überschreitung wurde zu der Zeit begangen, als sich viele der Schüler und Schülerinnen der beiden Gymnasien auf dem Weg nach Hause befanden.

„Alle sehen die Gefahr vor der eigenen Haustür. Da muss sich jeder an alle Regeln halten. Anders verhält es sich oftmals, wenn die eigenen Kinder abgeholt werden. Dann sind die Regeln für viele auf einmal nicht mehr so wichtig“, schildert der Leiter der Bußgeldstelle seine Erfahrungen. Das Gros der Vergehen lag in Werne mit rund 65 Prozent im Bereich von einer Überschreitung von 10 km/h. Die Zahl der Ausreißer mit über 25 km/h über dem erlaubten Wert sei grundsätzlich eher selten, so Bornemann.

Seit Beginn des Jahres ist der „Enforcement Trailer“ abwechselnd in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet im Einsatz. Jeweils im Zeitraum von Dienstag bis Montag wird der mobile Blitzer am Straßenrand in der Nähe von Gefahren- oder Unfallhäufungsstellen so positioniert, dass sich kein anderes Fahrzeug ins Sichtfeld stellen kann. Über 500 definierte Stellen gibt es im gesamten Kreisgebiet.

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