Samstag, Januar 28, 2023

Brand in der Innenstadt: Feuerwehr mit starken Kräften im Einsatz

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Wer­ne. Am Sonn­tag­mor­gen (18.12.2022) um 3.10 Uhr wur­de der Lösch­zug 1 Stadt­mit­te der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Wer­ne zur Kon­rad-Ade­nau­er-Stra­ße (Fuß­gän­ger­zo­ne) in Wer­ne alar­miert. Es war in einer Woh­nung im drit­ten Ober­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses zu einem Brand gekommen.

Beim Ein­tref­fen der ers­ten Kräf­te war ein Feu­er­schein im Dach­ge­schoss sowie eine star­ke Rauch­ent­wick­lung ersicht­lich. Dar­auf­hin wur­de ein wei­te­res über­ört­li­ches Hub­ret­tungs­ge­rät sowie der Lösch­zug 3 aus Sto­ckum zur Ein­satz­stel­le nachalarmiert.

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Da sich die Ein­satz­stel­le in der Innen­stadt befand und wenig Bewe­gungs­raum für Groß­fahr­zeu­ge vor­han­den war, wur­de ein Bereit­stel­lungs­raum für nach­rü­cken­de Fahr­zeu­ge an der Wache des Innen­stadt­lösch­zu­ges definiert.

„Die Bewoh­ne­rin der Brand­woh­nung konn­te die­se selbst­stän­dig ver­las­sen und wur­de vom Ret­tungs­dienst betreut. Ein Kame­rad vom Lösch­zug 1, der sich in der Innen­stadt auf einer pri­va­ten Fei­er befand, begab sich direkt zum Ein­satz­ort. Er gab bereits die ers­ten Erkun­dungs­er­geb­nis­se an den Ein­satz­lei­ter wei­ter”, berich­te­te Brand­in­spek­tor Tobi­as Tenk, gleich­zei­tig Spre­cher der Wehr.

40 Feu­er­wehr­leu­te und wei­te­re Kräf­te waren heu­te früh im Ein­satz. Foto: Feu­er­wehr Werne

Der Angriffs­trupp vom zuerst ein­tref­fen­den Hil­fe­leis­tungs­lösch­fahr­zeug ver­leg­te die Angriffs­lei­tung über das Trep­pen­haus und ging unter umluft­un­ab­hän­gi­gem Atem­schutz mit einem C‑Hohlstrahlrohr in die Brand­woh­nung vor. Meh­re­re Trupps wur­den im Innen­an­griff benö­tigt, um das Feu­er und damit ver­bun­de­ne Glut­nes­ter in der Woh­nung bzw. in den dort gela­ger­ten Gegen­stän­den zu löschen. 

Mit einer Wär­me­bild­ka­me­ra such­ten die Ein­satz­kräf­te sys­te­ma­tisch nach ver­steck­ten Glut­nes­tern. Sie schal­te­ten die Woh­nung auf­grund der poten­zi­el­len Brand­ge­fahr durch beschä­dig­te Kabel strom­los. Ein Hoch­leis­tungs­lüf­ter wur­de vor dem Haus­ein­gang in Stel­lung gebracht, um die Woh­nung zu belüf­ten und den Trep­pen­raum als Flucht- und Angriffs­weg rauch­frei zu hal­ten. Das Brand­gut wur­de in Schutt­mul­den aus der Woh­nung befördert.

Im hin­te­ren Bereich des Gebäu­des kam die Dreh­lei­ter zum Ein­satz. Foto: Feu­er­wehr Werne

Die zu betreu­en­den Per­so­nen aus angren­zen­den Wohn­ein­hei­ten ver­sorg­ten die Ein­satz­kräf­te bei den in der Nacht her­schen­den tie­fen Minus­gra­den in einem Laden­lo­kal im Erd­ge­schoss des Gebäudes.

Zur Sicher­stel­lung, dass angren­zen­de Woh­nun­gen nicht vom Brand betrof­fen waren bzw. Brand­schutz­wän­de im Dach­be­reich ord­nungs­ge­mäß funk­tio­nier­ten, kon­tro­lier­ten die Feu­er­wehr­leu­te mit der Poli­zei wei­te­re Wohneinheiten. 

Um einen Was­ser- bzw. Gebäu­de­scha­den in der dar­un­ter lie­gen­den Woh­nung gering zu hal­ten, wur­de von einem Trupp ein Was­ser­sauger eingesetzt. 

Es war in einer Woh­nung im 3. Ober­ge­schoss eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses im Innen­stadt­be­reich zu einem Brand gekom­men. Eine zwei­te Dreh­lei­ter wur­de aus Berg­ka­men nach­alar­miert. Foto: Feu­er­wehr Werne

Gegen 5 Uhr konn­ten die ers­ten Kräf­te aus dem Ein­satz ent­las­sen wer­den. Im Ein­satz waren 40 Feu­er­wehr­leu­te mit neun Fahr­zeu­gen, die Dreh­lei­ter der Ein­heit Wed­ding­ho­fen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Berg­ka­men, die Poli­zei, Ret­tungs­trans­port­wa­gen aus Wer­ne und Umge­bung, der Not­arzt aus Wer­ne, das Ord­nungs­amt der Stadt Wer­ne sowie der Bau­be­triebs­hof der Stadt Wer­ne zum Abstreu­en gefrie­ren­den Löschwassers.

Um 7 Uhr konn­te der Kreis­ret­tungs­leit­stel­le in Unna „Feu­er aus” gemel­det wer­den. Die Ein­satz­stel­le wur­de an die Poli­zei zur wei­te­ren Brand­ur­sa­cher­mitt­lung übergeben.

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