Die Zahl der Verkehrskontrollen auf der Münsterstraße hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Der Grund dafür ist, dass hier viele Verkehrsteilnehmer noch immer zu schnell unterwegs sind. Foto: Volkmer
Die Zahl der Verkehrskontrollen auf der Münsterstraße hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Der Grund dafür ist, dass hier viele Verkehrsteilnehmer noch immer zu schnell unterwegs sind. Foto: Volkmer
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Werne. Schon Ende Januar stellte die Münsterstraße bei einem kreisweiten Schwerpunktverkehrseinsatz der Polizei unter anderem zum Thema Geschwindigkeit einen Einsatzort da. Verbessert hat sich die Situation in dem Bereich der Straße, in dem ein maximales Tempo von 30 km/h erlaubt ist, ganz offenbar nicht.

Seit Anfang Juni hat die Polizei fünf weitere Kontrollen durchgeführt und dabei reichlich Verkehrsteilnehmer erwischt, die zu schnell unterwegs gewesen sind. Gleich bei der ersten Kontrolle am 2. Juni mussten die Beamten zehn Verwarnungsgelder erheben und eine Ordnungswidrigkeits-Anzeige schreiben. Am 15. und 16. Juni war die Polizei gleich an zwei Tagen hintereinander vor Ort. Wiederum mussten jeweils acht Verwarnungen erteilt werden.

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18 Verwarnungen wegen zu schnellen Fahrens in 100 Minuten

Richtig viel zu tun hatten die Beamten am 7. Juli. Innerhalb von rund 100 Minuten mussten 18 Verwarnungen und zwei Ordnungswidrigkeits-Anzeigen verhängt werden. Eine Woche später, am vergangenen Mittwoch (14. Juli) folgten weitere acht Verwarnungen und drei Ordnungswidrigkeits-Anzeigen. Negativer „Tagessieger“ im Bereich des zu schnellen Fahrens war ein Verkehrsteilnehmer, der mit 63 km/h und somit mehr als doppelt so schnell als erlaubt auf der Straße unterwegs war.

Dass nicht nur zu schnelles Fahren geahndet wird, liegt auf der Hand. „Die Kollegen gucken natürlich auch darauf, ob der Autofahrer gerade sein Handy am Ohr hat. Dann wird der rausgewunken, selbst wenn er sonst vorschriftsmäßig gefahren ist“, erklärt Polizeisprecher Christian Stein. Dies erfüllt dann ebenso wie das Fahren ohne Gurt den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit. Dass gleich an zwei Tagen hintereinander kontrolliert wird, ist überdies schon eine Seltenheit. „Wenn die Kollegen feststellen, dass sich wenige Verkehrsteilnehmer an die Regelungen halten, dann werden die Kontrollen auch mal in kürzeren Zeitabständen durchgeführt“, erklärt Stein.

Das Argument der ertappten Fahrer, dass die Regelung mit dem reduzierten Tempo ihnen noch nicht bekannt sei, funktioniert über ein Jahr nach der Einführung auch nicht. „Selbst wenn das erst seit zwei oder drei Tagen gilt – wenn da ein großes Verkehrsschild mit einer 30 aufgestellt ist, muss der Verkehrsteilnehmer seine Geschwindigkeit anpassen.“ Die hohe Zahl der Verstöße führe dazu, dass die Polizei den Bereich Münsterstraße auch künftig verstärkt in den Fokus nehmen wird.

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