Werne. Vergleichsweise gute Zahlen aus der vorläufigen Jahresbilanz des Solebads Werne hörten die zuständigen Ausschussmitglieder – sowohl bei den Finanzen als auch beim Besucherzuspruch.
Im Haushalt der Stadt Werne war für das Wirtschaftsjahr 2024 ein Gesamtzuschuss an den
Bäderbetrieb in Höhe von 3,3 Millionen Euro vorgesehen. Der Zwischenbericht zum 31. Dezember 2024 schließt vorläufig und ungeprüft gegenüber Plan mit einem vorläufigen Jahresfehlbetrag in Höhe von minus 2.92 Millionen Euro ab und liegt rund 400.000 Euro unter dem Planwert.
„Im November, der sehr kalt war, haben wir mit Blick auf den Energieverbrauch noch gezittert. Wir sind froh, dass wir hingekommen sind“, berichtete Badleiter Jürgen Thöne Politik und Öffentlichkeit. Bekanntlich hatte die Energiekrise dem Solebad Werne ordentlich zugesetzt und wird auch in den kommenden Jahren eine gewichtige Plangröße darstellen. Mit einem neuen Konzept zur Energieversorgung steuern die Verantwortlichen dagegen. Die Umsetzung mit einem Investitionsvolumen in Höhe von 1,2 Millionen Euro soll Ende März abgeschlossen werden.
„Ein Bad ganz ohne Gas zu betreiben, ist nicht möglich. Mit dem kleineren Blockheizkraftwerk, der Wärmepumpe und den PV-Anlagen haben wir einen großen Schritt zur Optimierung gemacht“, so Jürgen Thöne. Zukünftig rechnen die Verantwortlichen mit deutlich geringeren Energiekosten. „Wenn wir ein komplettes Jahr – also dann 2026 – hinter uns haben, können wir das Einsparpotenzial genau ablesen“, erläuterte der Badleiter.
Besucherzahlen trotz schlechten Sommers stabil
Trotz einer nicht so guten Sommersaison konnte die Gesamtbesucherzahl stabil gehalten werden. „Der August hat uns gerettet“, schilderte Jürgen Thöne. Positiv sei auch, dass nach der Pandemie das Vereinsschwimmen wieder steigende Zahlen aufweisen kann. Die insgesamt 309.275 Gäste im Jahr 2024 teilen sich wie folgt auf: 190.971 Sole, 60.793 Familienbad, 11.285 Kurse, 17.811 Schulen und 26.391 Vereine.
Stolz berichtete der Badleiter auch von 29 Babykursen mit 356 Teilnehmenden, 56 Kursen für Kinder mit 418 Mädchen und Jungen sowie 68 Kursen mit 1.042 Erwachsenen wie Aqua-Fitness und Co. „Wir leisten etwas für das Gesundheitsmanagement der Menschen.“
„Donnerstags im Solebad“ ein Publikumsmagnet
Sehr erfolgreich lief und läuft noch die Veranstaltungsreihe „Donnerstags im Solebad“ (bis 27. März), jeweils von 18 bis 21 Uhr zu einem Aktionstarif. „Wir haben ein Plus von 200 Gästen pro Veranstaltung – das sind super Zahlen“, freute sich Jürgen Thöne. Vor allem die 35 bis 45-Jährigen fühlen sich durch das Angebot, bei schöner Atmosphäre zu „chillen“, angesprochen. Im Herbst soll „Donnerstags im Solebad“ dann weitergehen, kündigte Thöne bereits an.
In den Osterferien dürfen sich die jüngeren Besucher und auch Kids-Club-Mitglieder wieder auf viele Aktionen freuen.