Werne. „Sie sind der Beweis dafür, dass unser ZwAR-Engagement auf wahrlich fruchtbaren Boden gefallen ist.“ Sozialdezernent Frank Gründken machte keinen Hehl aus seiner Freude, als er „Ehrenamtskarten NRW“ an die Frauen der ZwAR-Nähgruppe um Marlies Förster überreichte.
Vor nunmehr fünf Jahren hatte die Stadt Werne das Projekt ZwAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) initiiert und bis heute sind es insgesamt 17 verschiedene Gruppen, die sich regelmäßig und eigenverantwortlich treffen, um in der Freizeit gemeinsam etwas zu unternehmen oder sich ehrenamtlich zu engagieren.
In der Westfälischen Stube des Stadtmuseums stand vor allem die Würdigung des Ehrenamtes im Vordergrund: Jochen Höinghaus, städtischer Koordinator für bürgerschaftliches Engagement, machte in seiner kurzen Begrüßung deutlich, dass ohne ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft viele Aufgaben nicht mehr zu bewältigen seien.
Die Würdigung und Förderung des Ehrenamtes im Rahmen der „Ehrenamtskarte NRW“ gehe in der Stadt Werne auf das Jahr 2011 zurück. Aktuell seien es 320 NRW-Kommunen, die rd. 70.000 Ehrenamtskarten verliehen hätten.
Der langjährige und selbstlose Einsatz der rd. 20 Frauen zählenden ZwAR-Gruppe sei aus vielen Gründen bemerkenswert. In der Corona-Zeit wurden viele Hundert Masken genäht; heute sind es Kissen und Mützen für an Krebs erkrankte Menschen auf der Onkologie-Station oder Kleidung für Obdachlose bzw. sozial schwache Menschen.
Dafür müssten Stoffe und Materialien besorgt und gelagert werden, Nähmaschinen könnten nicht einfach hin und her transportiert werden und zum guten Schluss gehe es auch und gerade um die Organisation und Sammlung von Spendengeldern.
„Trotz aller Schwierigkeiten und mancher Hemmnisse“, wie Leiterin Marlies Förster berichtete, „überwiegt die Freude am Miteinander und an der gemeinsamen Zeit, zumal in den zurückliegenden Jahren herzliche Freundschaften entstanden seien“.
Frank Gründken würdigte abschließend die intensive Zusammenarbeit mit seinem Fachdezernat, denn die ZwAR-Frauen nähen bereits seit vielen Jahren für den sog. „Babykorb“.
Ein besonderer Dank galt den Vergünstigungsgebern aus der heimischen Geschäftswelt ausgesprochen, ohne die das Modell der Ehrenamtskarte NRW nicht funktionieren würde.
Frank Gründken würdigte abschließend die erfolgreiche Kooperation mit seinem Fachdezernat, denn die ZwAR-Frauen nähen bereits seit vielen Jahren für den sogenannten Babykorb. „Sie werden auch weiterhin gebraucht“, setzte er augenzwinkernd auf eine weitere Zusammenarbeit.