Dienstag, Februar 7, 2023

Weitere 31 Läufe gegen Armut: Marathon-Pater mit Rekordjahr

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Duisburg/Werne. Er hat sei­ne Best­leis­tung noch ein­mal getoppt: Ins­ge­samt 31 Mara­thon- und Ultra­l­äu­fe absol­vier­te der aus Wer­ne stam­men­de Pater Tobi­as Bre­er im Jahr 2022 – und damit drei mehr als in sei­nem bis­he­ri­gen Rekordjahr. 

Jedes Mal hat­te er Spen­der und Spon­so­ren an Bord geholt. Allein in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten konn­te Pater Tobi­as wie­der mehr als 100.000 Euro für den guten Zweck erlau­fen. Ins­ge­samt kommt der Duis­bur­ger Prä­mons­tra­ten­ser-Chor­herr schon auf rund 1,8 Mil­lio­nen Euro. „Wir befin­den uns in schwie­ri­gen Zei­ten, in denen jeder Euro zwei­mal umge­dreht wird“, erklärt der 59-Jäh­ri­ge. „Und trotz­dem ist die Spen­den­be­reit­schaft bei mei­nen Pro­jek­ten unge­bro­chen, weil die Leu­te wis­sen, dass sie durch ihre finan­zi­el­le Unter­stüt­zung Men­schen in der Not helfen.“

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An 167 Ultra- und Mara­thon­läu­fen hat Pater Tobi­as seit sei­nem Kar­rie­re­be­ginn im Jahr 2006 nun teil­ge­nom­men. Und doch macht er immer wie­der neue Erfah­run­gen: Wenn der Aus­dau­er­sport­ler das Jahr Revue pas­sie­ren lässt, kommt ihm sofort der „Trail-Mara­thon des Papil­lons“ in Togo in den Sinn. Das Ther­mo­me­ter stieg dort zeit­wei­se auf 35 Grad, dazu herrsch­te eine Luft­feuch­tig­keit von mehr als 90 Pro­zent: 1300 Höhen­me­ter muss­ten die Läu­fer über­win­den. „Die­ser Mara­thon gehört zu den schwie­rigs­ten, die ich jemals gelau­fen bin“, sag­te Pater Tobi­as. „Aber die Quä­le­rei hat sich gelohnt, schließ­lich kön­nen wir nun vie­len Kin­der ein bes­se­res Leben ermöglichen.“

Er unter­stütz­te mit dem Spen­den­lauf den Ver­ein „Togo-Pro­jek­te“ aus Ober­hau­sen. 21.000 Euro kamen so zusam­men. Von dem Geld konn­ten zwei Kin­der­gär­ten in dem west­afri­ka­ni­schen Land erwei­tert wer­den. Zwei wei­te­re Kin­der­gär­ten beka­men neue Aus­stat­tun­gen. „Es geht dar­um, Kin­dern den Zugang zu Bil­dung zu ver­schaf­fen“, betont Pater Tobi­as, der bei die­sem Pro­jekt auch Unter­stüt­zung von sei­nen Freun­den aus dem Ober­hau­se­ner Rota­ry Club „Ant­o­ny-Hüt­te“ erhielt. 

Der Mara­thon in Togo brach­te die größ­te Ein­zel­för­de­rung des Jah­res ein. Pater Tobi­as lie­fer­te aber noch wei­te­re beein­dru­cken­de Zah­len: Mit 20.000 Euro unter­stütz­te er Geflüch­te­te aus der Ukrai­ne. Die­se erhiel­ten im Sozi­al­ca­fé „Offe­ner Treff mit Herz“ kos­ten­lo­se Mahl­zei­ten. „Damit haben wir einen Bei­trag zur Sofort­hil­fe geleis­tet“, sagt Pater Tobi­as, der die Ein­rich­tung im Stadt­teil Neu­mühl mit sei­nem Pro­jekt Lebens­Wert betreibt. 

Mit 16.000 Euro finan­zier­te er das The­ra­pie­pferd Jesa­ja, das in Duis­burg künf­tig für die Arbeit mit Kin­dern mit Behin­de­run­gen genutzt wird. Wei­te­re 15.305 Euro gin­gen an ein Ukrai­ne-Pro­jekt von „Save the Child­ren“. Der Ver­ein rich­te­te nach Kriegs­aus­bruch in den Schutz- und Auf­nah­me­zen­tren spe­zi­el­le Spiel­räu­me ein, in denen die Kin­der wie­der Kind sein kön­nen. 8000 Euro erhielt ein Kin­der­gar­ten im west­fä­li­schen Cap­pen­berg, um ein Zir­kus­pro­jekt auf die Bei­ne stel­len zu kön­nen. Und wei­te­re 5000 Euro kamen Kin­dern und Jugend­li­chen im vom Bür­ger­krieg gezeich­ne­ten Syri­en zugute.

Mara­thon-Ver­an­stal­tun­gen in Isra­el und Tokio

Pater Tobi­as nutz­te den Jah­res­wech­sel nicht etwa, um sich von den Stra­pa­zen der ver­gan­ge­nen Mona­te zu erho­len. Er treibt die Pla­nun­gen für wei­te­re Läu­fe vor­an. So star­tet er am 3. Febru­ar beim „Dead Sea Mara­thon“ in Isra­el. Die Läu­fer pas­sie­ren auch den tiefs­ten Ort der Erde auf tro­cke­nem Land, der 428 Meter unter dem Mee­res­spie­gel liegt. „Um die­se Stre­cke zu bewäl­ti­gen, muss ich wie­der über mei­ne Gren­zen hin­aus gehen“, sagt Pater Tobi­as. Auch in Isra­el ist er wie­der für einen guten Zweck unter­wegs. Der Mara­thon-Pater läuft für Kin­der in Duis­burg. Er finan­ziert einer Grund­schu­le im Stadt­teil Neu­mühl für ein kom­plet­tes Jahr ein gesun­des Frühstück.

Und danach berei­tet sich Pater Tobi­as inten­siv auf den 5. März vor. Dann star­tet er beim Mara­thon in Tokio. 2020 stand der Duis­bur­ger bereits auf der Teil­neh­mer­lis­te. Doch dann sag­ten die Ver­an­stal­ter den Lauf im Zuge der Coro­na-Pan­de­mie ab. Auch 2021 und 2022 fiel die Ver­an­stal­tung aus. Nun kann Pater Tobi­as end­lich sein gro­ßes Ziel errei­chen. Nach dem Lauf in der japa­ni­schen Haupt­stadt erhält er die Sechs-Ster­ne-Medail­le. Sie wird an alle Sport­ler ver­lie­hen, die welt­weit die sechs gro­ßen Mara­thons gelau­fen sind. In Ber­lin, Lon­don, Bos­ton, Chi­ca­go und New York ist Pater Tobi­as bereits gelau­fen. Nun macht er die Serie in Tokio komplett.

„Das wird natür­lich ein ganz beson­de­rer Lauf für mich wer­den“, sagt Pater Tobi­as. „Und selbst­ver­ständ­lich tre­te ich auch in Tokio wie­der für ein gro­ßes Ziel an: Ich möch­te die Armut auf der Welt wei­ter bekämpfen.“

Spen­den­kon­to:

Pro­jekt Lebens­Wert
BIC: GENODED1BBE
IBAN: DE34360602950010766036
Spen­den­quit­tun­gen wer­den ausgestellt.

Das Buch „Der Marathon-Pater“

Mehr als 160 extre­me Läu­fe unter ande­rem durch die sen­gen­de Hit­ze der Wüs­te absol­vier­te Pater Tobi­as, um bedürf­ti­gen Kin­dern zu hel­fen. Unter­stüt­zen Sie sei­ne gemein­nüt­zi­ge Arbeit und bestel­len Sie das Buch „Der Mara­thon-Pater“ unter: www.pater-tobias.de/pater-tobias/buchbestellung. Die Hälf­te des Ver­kaufs­prei­ses von 18 Euro geht an das gemein­nüt­zi­ge Pro­jekt von Pater Tobias.

Das Pro­jekt LebensWert

Neben der Sozi­al­be­ra­tung deckt das Pro­jekt Lebens­Wert ein brei­tes Spek­trum an Hilfs­an­ge­bo­ten ab. Es reicht von Amts­be­glei­tun­gen über Deutsch­kur­se und Bewer­bungs­trai­nings bis hin zur pro­fes­sio­nel­len Seel­sor­ge. Zum Pro­jekt gehört noch das Kin­der­hilfs­werk KiPa-cash-4-kids, das Paten­schaf­ten für Kin­der über­nimmt, damit sie sich zum Bei­spiel die Mit­glied­schaft in einem Sport­ver­ein leis­ten kön­nen. Hin­zu kom­men Koch- und Schwimm­kur­se sowie Ferienfreizeiten.

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