Dienstag, Februar 7, 2023

Surfpark in Werne: Erste Gutachten sorgen für Diskussionen

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Wer­ne. In der Info­ver­an­stal­tung rund um das Dop­pel­pro­jekt SURFWRLD//SCNCWAVE, mode­riert von Dr. Ulrich Eimer, hat­ten am Don­ners­tag­abend über wei­te Stre­cken die Gut­ach­ter das Wort. 

Zusam­men­ge­fasst hal­ten sich die Aus­wir­kun­gen des Groß­pro­jekts nach den Ein­schät­zun­gen der Refe­ren­ten dem­nach in Gren­zen. Vor allem die The­men Ver­kehrs­ent­wick­lung und Lärm­be­las­tung zogen indes zahl­rei­che Nach­fra­gen aus dem Publi­kum auf sich.

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Laut Gut­ach­ter sei an den Wochen­en­den mit einem zusätz­li­chen Ver­kehrs­auf­kom­men von ca. 1.800 Fahr­zeu­gen in 24 Stun­den und einer Spit­zen­be­las­tung von 180 zusätz­li­chen Pkw zu den Haupt­zei­ten zu rech­nen. An Werk­ta­gen lie­ge die Zahl der zusätz­li­chen Fahr­zeu­ge aus Beschäftigungs‑, Lie­fer- und Besu­cher­ver­kehr bei ca. 820 Fahr­zeu­gen in 24 Stun­den. Die An- und Abrei­se der Besu­cher wer­de größ­ten­teils über die A1 von Rün­the aus erfolgen.

Wäh­rend das Auf­kom­men für Wer­ne weni­ger gra­vie­rend sei, ver­stärk­ten sich Lärm und Ver­kehrs­auf­kom­men für die Anwoh­ner am Osten­hell­weg und an der Jocken­hö­fer-Kreu­zung, räum­te der Gut­ach­ter ein. Hier müs­se man über lärm­re­du­zie­ren­de Maß­nah­men nachdenken.

Beim The­ma Arten- und Umwelt­schutz blie­ben unter ande­rem auch wegen des nahen Natur­schutz­ge­bie­tes der Lip­pe mög­li­che Pro­ble­me auf einem nied­ri­gen Level. Ein­zig das Vor­kom­men der Vogel­art Feld­schwirl sei pla­nungs­recht­lich rele­vant, bewer­te­te der Gutachter.

Stadt­pla­ner Ralf Bül­te infor­mier­te über den Bebau­ungs­plan. Foto: Wagner

Ralf Bül­te, Dezer­nent Pla­nen und Bau­en, sprach die 20 Jah­re alte Pla­nun­gen für eine Regio­nal- und Stadt­bahn an, des­sen Tras­se im Regio­nal­plan Ruhr über das ehe­ma­li­ge Zechen­ge­län­de füh­re. Die tech­nisch mög­li­che Opti­on möch­te man sich im Stadt­haus offen­hal­ten, aller­dings ist sie wohl noch rei­ne Zukunfts­mu­sik. Statt über das Zechen­ge­län­de sol­le die Tras­se aber über Kame­ner Stra­ße und Sto­cku­mer Stra­ße wei­ter nach Hamm füh­ren und so die Innen­stadt anbin­den, will man die Ände­rung im FNP ver­zeich­nen lassen.

Wel­che Kos­ten kämen beim Bau eines Kreis­ver­kehrs auf die Stadt Wer­ne zu?, lau­te­te eine Fra­ge aus dem Publi­kum. Man müss­te die Hälf­te der Kos­ten tra­gen, weil zwei Abzwei­ge Gemein­de­stra­ßen sei­en, so Lothar Christ. War­um kei­ne ande­re Gewer­be­an­sied­lung an die­ser Stel­le?, woll­te ein ande­rer Zuhö­rer wis­sen. „Das ist kein gutes Gewer­be­ge­biet, es gäbe dann viel mehr ver­sie­gel­te Flä­che, die wie­der­um Regen­rück­hal­tung not­wen­dig machen wür­de, beschrieb der Bür­ger­meis­ter zu dem aus sei­ner Sicht schlech­ten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Auf gro­ßes Inter­es­se stieß die Bür­ger­an­hö­rung bei vie­len Men­schen aus Wer­ne und Berg­ka­men, aber auch aus Tei­len der Surf-Com­mu­ni­ty, von der ein Sport­ler sogar aus Aachen ange­reist war. Foto: Wagner

Zum Schluss der Ver­an­stal­tung mel­de­ten sich nach etli­chen kri­ti­schen Fra­gern, die zum Teil Zwei­fel an der Kom­pe­tenz der Gut­ach­tern durch­bli­cken lie­ßen, die Befür­wor­ter des Pro­jekts zu Wort. „Das ist ein Anzie­hungs­punkt für Wer­ne, die Chan­cen soll­ten wir nut­zen und die Stadt infra­struk­tu­rell anbin­den.“ Unter­stüt­zung kam selbst­re­dend auch von den Surf­s­port­lern. „Für uns ist das eine Rie­sen­chan­ce“. Und eine jun­ge Frau wünsch­te sich fast fle­hend, dass die Kri­ti­ker lang­sam ver­stum­men mögen, um Wer­ne die­se Mög­lich­keit nicht zu verwehren.

Alle Gut­ach­ten sind auf der Home­page www.werne.de der Stadt Wer­ne einsehbar.

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