Marode Kirche St. Johannes: Gemeinde diskutiert Faktenlage

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Werne. Vor Weihnachten informierte Pfarrdechant Jürgen Schäfer über die defekte Heizung in der Kirche St. Johannes. Schon länger bekannt sind die statischen Probleme des Gebäudes aufgrund von Sommerfrost. Wie es nun weiter geht, darüber diskutiert die Gemeindeversammlung heute (17. Januar) im Pfarrheim St. Johannes.

„Schon seit längerer Zeit blicken viele von Ihnen mit Sorge auf die Kirche St. Johannes der Täufer. Insbesondere die wiederholten Schäden durch den Sommerfrost, aber auch die allgemeinen deutlichen Kürzungen des Bistums für die Erhaltung der Gemeindegebäude lassen um den Fortbestand der Kirche fürchten und zwingen die Verantwortlichen der Kirchengemeinde zu unliebsamen Entscheidungen“, heißt es in dem Schreiben des Pfarreirates und Dechant Schäfer an die Gemeindemitglieder in St. Johannes.

In den vergangenen Wochen wurden schon einzelne Bereiche der Kirche abgesperrt, zahlreiche Kerzen sollten anstelle der defekten Heizung Wärme spenden. „Eine Reparatur wäre zu kostspielig und würde auch keine Garantie für einen fortdauernden Betrieb bedeuten „, äußerte sich Jürgen Schäfer sinngemäß zur Situation.

2022 wurden am Kirchengebäude zur Straße hin neue Bodenveränderungen offensichtlich. Das Fundament sei teilweise bis zu 20 Zentimeter sichtbar, hieß es im vergangenen Oktober. Noch sei die Verkehrssicherheit laut Statiker gegeben, weil ein vorhandener Stahlträger wie eine Brücke wirke. So könnten die Gottesdienste zur Zeit noch stattfinden.

Die aktuellen Schäden müssten nun ebenfalls bewertet werden. Eine langfristige Perspektive habe man aber wohl nicht mehr. Sobald das endgültige Ergebnis des Statikers vorliege, müsse man entscheiden zwischen „einem Ende mit Schrecken und einem Schrecken ohne Ende“, befürchtete Jürgen Schäfer bereits im vergangenen Herbst.

Die Faktenlage soll nun bei der Gemeindeversammlung am heutigen Dienstag, 17. Januar, auf den Tisch und diskutiert werden. Los geht es um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Johannes. „Wir wollen auf die daraus folgende Entscheidung der verantwortlichen Gremien blicken sowie Perspektiven für die Zukunft der Gemeinde St. Johannes entwerfen“, heißt es in dem Schreiben abschließend.

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