An(ge)dacht: Kommunion, Gemeinschaft leben

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Werne. Woran erkennen sie Menschen, die ihnen nahestehen? Sicher an der Stimme, an einer bestimmten Art, sich zu bewegen, an einer Geste oder … Woran erkennen sie, wem sie vertrauen können, was verrät ihnen die Haltung, die Geste, die Stimme eines Menschen, damit sie sich in seiner Nähe gut und sicher fühlen?

.. und sie erkannten ihn…, sie können jetzt raten aus welchem Text dieser kurze Satz stammt. Aber da diese kleine Rubrik An(ge)dacht heißt und die Schreibenden etwas mit Kirche und Glauben zu tun haben, werden sie bereits vermuten, dass es aus der Bibel stammt.

Am Ostermontag wurde es bereits gelesen und auch an diesem Sonntag, das Evangelium von den Emmausjüngern. Ein Fremder begleitet die beiden auf dem Weg nach Emmaus. Sie erkennen ihn nicht. Zu tief sitzt die Trauer. Aber sie erzählen von dem, was in Jerusalem Schreckliches geschehen ist. Es sich von der Seele reden tut gut.

Und dann erklärt ihnen dieser Fremde, dass das alles doch so kommen musste. Weil der Gekreuzigte erfüllt, was bereits in den Texten des Alten oder Ersten Testamentes steht. Langsam erst begreifen sie. Und das Entscheidende passiert, als er für sie das Brot segnet und teilt. .. und sie erkannten ihn…

Ich denke, die Jünger brauchten Zeit alles zu verstehen, besser noch, zu erkennen, wer ihr Herr und Meister wirklich war und ist. Mit dieser Erfahrung können sie nicht hinter dem Berg halten. Das muss geteilt, erzählt und gefeiert werden.

Auferstehung feiern, hoffnungsvoll ins Leben gehen, mit den Menschen in der Gemeinde, in der Kommunionvorbereitung, in der Kinderkirche, im Bibelkreis, in den Gesprächen, in der Familie, mit denen die leben und mit denen, die schon verstorben sind…

Ich wünsche Ihnen immer wieder die Erfahrung, dass jemand mit ihnen geht, sie versteht, gute und kluge Gedanken äußert. Und das Leben mit ihnen feiert. Das konnte Jesus besonders gut, das hat er uns als Auftrag gegeben. Kommunion, Gemeinschaft leben. Tut dies zu meinem Gedächtnis, mit Freude und Lust, nur so ist es ansteckend und stärkend.

In dieser hoffnungsvollen Osterzeit grüßt sie herzlich

Pia Gunnemann, Pastoralreferentin aus Werne

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