Dienstag, Februar 7, 2023

An(ge)dacht: Ist der christliche Glaube überholt?

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Wer­ne. Ich lese gera­de das Sach­buch „Erzäh­len­de Affen“. In die­sem Buch geht es dar­um, dass wir vor­mals Affen, durch das Erzäh­len von Geschich­ten zu Men­schen gewor­den sind. Des­halb der Titel. 

Es wer­den die gro­ßen Geschich­ten der Mensch­heit betrach­tet und dabei auch über das The­ma Reli­gi­on gespro­chen. Die Autoren haben kein gutes Bild vom christ­li­chen Glau­ben und beschrei­ben das Chris­ten­tum in düs­te­ren Far­ben. Bei den bibli­schen Bezü­gen habe ich ekla­tan­te Feh­ler gefunden. 

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Ich bin erschro­cken, dass ein Buch mit sol­chen Män­geln in der Recher­che, für den deut­schen Sach­buch­preis vor­ge­schla­gen wird. Doch es passt in die Strö­mung unse­rer Zeit, in der das Bild des Chris­ten­tums nur noch anhand der Skan­da­le von Wür­den­trä­gern erzählt wird. Im Gespräch mit einem schei­den­den Geist­li­chen der Katho­li­schen Kir­che, der Wer­ne mitt­ler­wei­le ver­las­sen hat, bezeug­te die­ser, dass die Men­schen erst auf­wa­chen wer­den, was für ein Schatz in den vie­len Ange­bo­ten der Kir­che zu fin­den ist, wenn es zu spät sein wird. 

Im Gespräch mit einem Freund, der sich gera­de auf den Weg in die Ukrai­ne macht, wur­de mir wie­der bewusst, wie wich­tig das Enga­ge­ment von Chris­ten, gera­de in sol­chen Gebie­ten ist. Auch die Flücht­lings­kri­se 2015 wäre ohne den Ein­satz vie­ler selbst­lo­ser Chris­ten nicht in die­ser Wei­se abge­lau­fen. Dies fin­den wir nicht in den Medi­en. Dazu sind Nach­fol­ger Jesu auch nicht ange­hal­ten, sich in den Mit­tel­punkt zu spie­len, ihre Spen­den­be­reit­schaft zu ver­mark­ten und in die­ser Welt eine expo­nier­te Stel­lung anzustreben. 

Wie ihr Herr sind sie im Stil­len tätig und prä­gen ihr Umfeld durch einen Umgang in Nächs­ten­lie­be und Respekt gegen alle Men­schen. In vie­len Län­dern die­ser Welt, die unter reli­giö­sen dik­ta­to­ri­schen Regi­men lei­den, sind es gera­de die Chris­ten, die sich um die Aus­ge­sto­ße­nen küm­mern. Dies ist bis ins 21. Jahrt­hun­dert nicht anders als vor 2.000 Jah­ren. Des­halb ist die Fro­he Bot­schaft immer noch gül­tig und ver­än­dert bis heu­te Men­schen, die sich ehr­lich mit dem Glau­ben an Jesus Chris­tus auseinandersetzen.

Ein geseg­ne­tes Wochenende

Frank Ulrich, Christ­li­che Gemein­de Werne

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