ADFC: Fahrrad-Klimatest zeigt wenig positive Veränderungen in Werne auf

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Werne. Bei der 10. Ausgabe des Fahrradklima-Tests des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) haben rund 245.000 Radfahrende teilgenommen. Das sind 15.000 mehr als 2020 – und damit so viele wie nie zuvor. 1.114 Städte und Gemeinden haben die Teilnehmenden bewertet. Mit der Gesamtbewertung 4,0 bekommt die Lippestadt die Note ausreichend.

Die Bewertungen der Teilnehmenden sind – bundesweit betrachtet – durchaus ernüchternd. Insgesamt hat die Fahrradfreundlichkeit weiter leicht abgenommen und ist mit einer Gesamtnote von 3,96 nur ausreichend. Auch in Werne gibt es Luft nach oben.

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91 Personen, die täglich oder mindestens einmal in der Woche mit dem Rad unterwegs sind, haben sich 2022 an der Umfrage des ADFC in Werne beteiligt. Besonders kritisiert haben die Teilnehmenden die Oberflächen der (Rad)wege, die fehlenden Ampelschaltungen für Radfahrer und Hindernisse auf Radwegen. Pluspunkte gab es bei den Punkten Erreichbarkeit des Stadtzentrums und für die Möglichkeit, Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung nutzen zu können.

Sichere Radwege gewünscht

In der Gesamtwertung aller Orte der in der Größenklasse von 20.000 bis 50.000 Einwohnern belegt Werne im bundesweiten Vergleich Platz 247 von 447 und Platz 72 von 125 in der Ortsgrößenklasse in NRW. Winfried Hoch, Sprecher des ADFC in Werne, überrascht das Ergebnis nicht: „Das kommt schon so hin.“

Seit vier Jahrzehnten setzt sich der passionierte Radfahrer für Verbesserungen ein. „Bisher ist recht wenig passiert“, sagt er. Ärgerlich sei die gegenwärtige Situation vor allen Dingen im Hinblick auf die Menschen, die das Radfahren neu für sich entdecken sollen. „Wir wollen, dass der Radverkehr steigt, um das Klima zu schonen, dann aber sollten die Wege auch so sicher und attraktiv sein, dass die Menschen gern mit dem Rad unterwegs sind.“  

Wernes neuen Klimaschutzmanager Dr. Tobias Gehrke konnte die Redaktion am Freitag für eine Stellungnahme zu den Ergebnissen nicht erreichen.

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