Samstag, März 25, 2023

Vorhang auf für die alten Römer: Endlich wieder Spectacula Latina

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Wer­ne. Nach zwei­jäh­ri­ger durch Coro­na beding­ter Zwangs­pau­se ist es end­lich wie­der soweit, und in der Men­sa des Anne-Frank-Gym­na­si­ums (AFG) wird sich der Vor­hang für zwei latei­ni­sche Thea­ter­aben­de heben.

Die soge­nann­ten Spec­ta­cu­la Lati­na (= Latei­ni­sche Spie­le) fin­den am 4. und 7. April jeweils ab 18.30 Uhr statt. Fünf ver­schie­de­ne Lern­grup­pen aus den Jahr­gangs­stu­fen 7 bis EF wer­den kur­ze Stü­cke auf die Büh­ne brin­gen und damit ein­mal mehr bewei­sen, dass Latein am AFG kei­ne tote, son­dern eine sehr leben­di­ge Spra­che ist, heißt es in einer Medi­en­mit­tei­lung des AFG. 

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Die Siebt­kläss­ler unter der Lei­tung von Gabi Sonn­tag füh­ren eine Sze­ne aus den Ther­men auf, die Schü­ler der 8c hel­fen in einem eng­lisch-latei­ni­schen Thea­ter­stück drei alten Römern, die ver­se­hent­lich in der eng­li­schen Stadt Bath in einen dorn­rös­chen­ähn­li­chen 2.000 Jah­re lan­gen Schlaf gefal­len sind, dabei, wie­der ins alte Rom zurück zu gelangen. 

Eine ande­re Lern­grup­pe aus der 8 zeigt in ver­schie­de­nen Sze­nen, wie im alten Rom ein Fest vor­be­rei­tet und gefei­ert wird, indem z.B. auf dem Markt ent­spre­chen­des Essen ein­ge­kauft wird oder sich die Damen des Hau­ses mit schö­ner Klei­dung eindecken. 

Die Mit­glie­der der Latein-Thea­ter-AG spie­len eine Zeit­rei­se ins alte Rom. Da ein deut­scher Schü­ler sich mit dem Ler­nen der latei­ni­schen Voka­beln sehr schwer tut, beschlie­ßen sei­ne Freun­de, ihn mit­hil­fe einer Zeit­ma­schi­ne ins alte Rom zu schi­cken, wo er dann vor Ort sei­ne Voka­bel­kennt­nis­se aus­pro­bie­ren kann. Er lan­det in einer Schu­le, in der die Schü­ler vom Leh­rer bei fal­schen Ant­wor­ten durch­aus auch hef­tig kör­per­lich bestraft werden.

Die Vor­freu­de bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ist groß. Foto: AFG / Berendes

Den Abschluss des Abends bil­den die Latei­ner aus der EF, die die Sage von The­seus und dem Mino­tau­rus auf die Büh­ne bringen.

Latein­leh­re­rin Bir­git Ber­en­des, die für die Gestal­tung des Abends ver­ant­wort­lich ist, freut sich, dass es auf­grund der gelo­cker­ten Coro­nabe­stim­mun­gen Anfang April end­lich zur Auf­füh­rung kom­men kann. „Die Kin­der pro­ben seit Wochen bzw. zum Teil schon seit Mona­ten hoch­mo­ti­viert für einen Auf­tritt, und das, obwohl sie die gan­ze Zeit bei den Pro­ben Mas­ken tra­gen muss­ten. Umso glück­li­cher sind wir jetzt, dass wir ohne Mas­ke spie­len dür­fen und auch die Men­sa wie­der voll bele­gen dür­fen.“ Den­noch wol­le man kein Risi­ko ein­ge­hen und Vor­sicht wal­ten lassen.

Des­we­gen wür­den alle Dar­stel­ler kurz vor der Auf­füh­rung noch ein­mal getes­tet, für das Publi­kum gel­te die 3G-Regel, und es wer­de dar­um gebe­ten, wäh­rend der Auf­füh­rung Mas­ken zu tra­gen. Das dürf­te aber der guten Stim­mung kei­nen Abbruch tun, ist sich Ber­en­des sicher. Alle Stü­cke sei­en so kon­zi­piert, dass sie durch deut­sche Zwi­schen­über­set­zun­gen oder gene­rel­le Zwei­spra­chig­keit auch für nicht Latei­ner ver­ständ­lich sei­en und vie­le humor­vol­le Ein­la­gen und sogar eine Tanz­ein­la­gen hätten.

Zahl­rei­che Pro­ben haben die Nachwuchsschauspieler/innen absol­viert, am 4. und 7. April hebt sich nun der Vor­hang. Foto: AFG / Berendes

Die Spec­ta­cu­la Lati­na set­zen eine lan­ge Tra­di­ti­on fort, da sie inzwi­schen zum 14. Mal am AFG statt­fin­den. „Wir hof­fen wie frü­her auf vie­le Zuschau­er“, so Ber­en­des und Sonn­tag, „vor allem, weil Schü­ler­auf­füh­run­gen mit viel Publi­kum in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ja kaum mög­lich waren.“ Vie­le Schü­ler stün­den erst­ma­lig auf der Büh­ne, weil sie in den letz­ten Jah­ren kei­ne Büh­nen­er­fah­rung sam­meln konn­ten. Die jet­zi­gen 7er und 8er hät­ten auch die letz­ten Spec­ta­cu­la 2020 noch nicht ein­mal als Zuschau­er erlebt. Damals hät­ten sie noch kein Latein gehabt, ent­spre­chend gering sei das Inter­es­se an den Auf­füh­run­gen gewe­sen. Umso grö­ßer sei­en jetzt die Auf­re­gung und die Vorfreude.

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