Samstag, November 26, 2022

Stadt Werne bietet derzeit 563 Geflüchteten Schutz

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Wer­ne. „In der Stadt Wer­ne sind Stand heu­te 563 Geflüch­te­te regis­triert“, teil­te Kor­du­la Mer­tens, Dezer­nen­tin für Sozia­les, am Mitt­woch, 16. Novem­ber 2022, im Aus­schuss für Sozia­les, öffent­li­che Ord­nung, Inte­gra­ti­on und Inklu­si­on mit. Davon sind 287 Men­schen vor dem Krieg aus der Ukrai­ne geflüch­tet, dar­un­ter 111 Kinder.

Die Zahl der Min­der­jäh­ri­gen habe man auf Wunsch aus dem Aus­schuss ermit­telt und an das Jugend­amt wei­ter­ge­lei­tet. Mit den Zah­len las­se sich so ein Über­blick dar­über gewin­nen, wie viel Kin­der und Jugend­li­che in den Schu­len unter­rich­tet wer­den müs­sen, erläu­ter­te Mertens.

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In städ­ti­schen Unter­künf­ten sind der­zeit 276 Per­so­nen aus ver­schie­de­nen Län­dern unter­ge­bracht. Dar­un­ter befin­den sich 17 Schutz­be­dürf­ti­ge aus Syri­en und sechs afgha­ni­sche Orts­kräf­te. Ein Teil der Geflüch­te­ten befän­de sich auch gar nicht mehr im Asyl­ver­fah­ren, hieß es fer­ner. Bekannt­lich sei es aber schwie­rig, auf dem ohne­hin ange­spann­ten Woh­nungs­markt geeig­ne­ten Wohn­raum zu bekom­men, schil­der­te die Dezer­nen­tin die Lage.

Auf­nah­me­quo­te fast erfüllt

Ihre Auf­nah­me­quo­te für die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten erfül­le die Stadt Wer­ne zu rund 96 Pro­zent. Neue Zuwei­sun­gen von Asyl­su­chen­den durch die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg gebe es in jeder Woche. Der grö­ße­re Teil von ihnen kom­me nicht aus der Ukraine.

Elf Unter­künf­te für Geflüch­te­te sind dezen­tral über das Stadt­ge­biet ver­teilt. Zehn sind in stä­ti­scher Regie, eine befin­det sich im THW-Gebäu­de. Ergän­zend wür­den gera­de wei­te­re Räum­lich­kei­ten in der ehe­ma­li­gen Bar­ba­ra­schu­le her­ge­rich­tet. Hier könn­ten im Erd­ge­schoss dann künf­tig bei Soll­be­le­gun­gen bis zu 30 Per­so­nen unter­ge­bracht wer­den. Das frü­he­re Schul­ge­bäu­de wer­de wer­de zur­zeit noch von einer Kita-Grup­pe und für Inte­gra­ti­ons­kur­se der Volks­hoch­schu­le genutzt, infor­mier­te Kor­du­la Mertens. 

Gleich­wohl sei man in enger Zusam­men­ar­beit Kom­mu­nal­be­trieb Wer­ne (KBW) wei­ter­hin auf der Suche nach Wohn­raum. Zudem sol­le geprüft wer­den, wie vie­le ukrai­ni­sche Geflüch­te­te der­zeit noch in pri­va­ten Unter­künf­ten leb­ten. Weil vie­le der Ukrai­ner sich nicht im Asyl­ver­fah­ren befän­den, son­dern dem Job­cen­ter zuge­ord­net sei­en, fehl­ten der Ver­wal­tung hier genaue Zahlen.

Zusätz­lich müs­sen bei der Unter­brin­gung beson­de­re Erfor­der­nis­se an die Wohn­räu­me erfüllt wer­den. Denn eini­ge der Ankom­men­den sei­en krank oder – wie in einem Fall – auch pfle­ge­be­dürf­tig, so die Dezernentin.

Wie sieht es mit den Kapa­zi­tä­ten aus, wenn durch das Kriegs­ge­sche­hen in der Ukrai­ne noch mehr Men­schen kom­men?, lau­te­te sinn­ge­mäß die Fra­ge aus dem Aus­schuss. „Wir berei­ten uns vor“, ver­si­cher­te Mer­tens und ver­wies auf zwei Ver­wal­tungs­kräf­te, die als Ansprech­part­ne­rin­nen für den Asyl­be­reich fun­gie­ren. Gene­rell sei man im Moment aber gut auf­ge­stellt, hieß es.

In der Sit­zung erin­ner­te Kor­du­la Mer­tens an den kürz­lich ver­stor­be­nen Dr. Her­mann Stei­ger, der sich als Vor­sit­zen­der der Flücht­lings­hil­fe Wer­ne seit 2012 stark enga­giert hat­te. Man habe gut zusam­men­ge­ar­bei­tet und in Kon­takt gestan­den, wür­dig­te sie das Enga­ge­ment Steigers.

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