Dienstag, November 29, 2022

Sim-Jü-Plakate und zwei Repke-Originale neu im Museum

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Wer­ne. Wer­nes Sim-Jü-Kir­mes lässt sich ganz ein­fach auch ins Haus holen – mit Pla­kat-Nach­dru­cken des frü­he­ren Wer­ner Stadt­gra­fi­kers Karl Losch.

Ob nun als pas­sen­de Herbst-Deko­ra­ti­on zum gern auch als „fünf­te Jah­res­zeit“ titu­lier­ten Wer­ner Volks­fests oder als Geschenk für ein­ge­schwo­re­ne Sim-Jü-Fans – im Karl-Pol­len­der-Stadt­mu­se­um sind die Pla­ka­te aus vier Jah­ren für sechs Euro zu haben.

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Ein fünf­ter Pla­kat-Nach­druck ist der­zeit ver­grif­fen und wird eben­falls bald wie­der zu haben sein, ver­si­cher­ten Muse­ums­lei­te­rin Dr. Con­stan­ze Döh­rer und Hei­de­lo­re Fer­tig-Möl­ler, Vor­sit­zen­de der För­der­ver­eins am Mon­tag (10. Okto­ber 2022) im Museum.

Der För­der­ver­ein des Stadt­mu­se­ums über­nimmt die Kos­ten der Akti­on, die die alten Sim-Jü-Pla­ka­te wie­der in den Blick­punkt rückt. Über die Jahr­zehn­te hat­te Karl Losch Wahr­zei­chen des Simon-Juda-Markts mit jenen der Stadt kom­bi­niert und krea­tiv in Sze­ne gesetzt.

Die Pla­ka­te spie­geln im Rück­blick den jewei­li­gen Zeit­geist eben­so wider wie den Wan­del des tra­di­ti­ons­rei­chen Volks­fes­tes. Dass die Gra­fi­ken nach wie vor Ein­druck machen, berich­te­te Dr. Döh­rer. „Es gibt immer mal Anfra­gen zu den Pla­ka­ten, denn Sim-Jü ist in Wer­ne ein Her­zens­the­ma“, schil­der­te sie.

Die bei­den Exem­pla­re, die Fer­tig-Möl­ler und Döh­rer vor­stell­ten, haben his­to­ri­schen Bezug. Da ist zum einen das ers­te Sim-Jü-Pla­kat von 1949. „Das mag ich beson­ders, damals war der Vieh­markt mit Land­ma­schi­nen­markt noch der größ­te in ganz West­deutsch­land“, ord­ne­te Hei­de­lo­re Fer­tig-Möl­ler ein.

Das zwei­te Pla­kat stammt aus dem Jahr 1952 und zeigt in zeit­los moder­ner Gra­fik, das Sim-Jü auch schon vor 70 Jah­ren eine Schlüs­sel­funk­ti­on in der Stadt Wer­ne inne hat­te. Im Sim-Jü-Fens­ter des Stadt­mu­se­ums sind die frisch auf­ge­leg­ten Nach­dru­cke bereits dekoriert.

Zwei Gemäl­de des Wer­ner Künst­lers Hein­rich Rep­ke wur­den mit­hil­fe des För­der­ver­eins erstei­gert und fan­den so den Weg ins Wer­ner Stadt­mu­se­um; sehr zur Freu­de von Hei­de­lo­re Fer­tig-Möl­ler und Dr. Con­stan­ze Döh­rer. Foto: Gaby Brüggemann

Von der Online-Auk­ti­ons­platt­form zurück nach Werne

Eins, zwei drei – gekauft. Zwei Ori­gi­na­le des Wer­ner Künst­lers Hein­rich Rep­ke (1877–1962) fan­den jetzt von einer Inter­net-Ver­kaufs­platt­form den Weg in das Wer­ner Stadt­mu­se­um. Zu sehen sind ein Por­trait und eine Wer­ne-Sze­ne mit Bild­stock vorn und einer Stadt­sil­hou­et­te im Hin­ter­grund. Den Titel hat der Künst­ler auf der Rück­sei­te des Bil­des fest­ge­hal­ten: „Am Bild­stock  – Erin­ne­run­gen an mei­ne Jugend­zeit“ von 1947.

Über den Kauf berich­te­ten am Mon­tag Muse­ums­lei­te­rin Dr. Con­stan­ze Döh­rer und ihre Vor­gän­ge­rin und Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins, Hei­de­lo­re Fer­tig-Möl­ler. Zunächst fiel der Zuschlag für 200 Euro nur für eines der bei­den Bil­der, erläu­ter­te Dr. Döh­rer. Dann habe der Ver­käu­fer aber noch ein zwei­tes ange­bo­ten, hieß es. Prompt wur­de der „kur­ze Dienst­weg“ zum För­der­ver­ein beschrit­ten, so Döh­rer, und auch Rep­ke-Ori­gi­nal Num­mer 2 ersteigert.

Den Titel eines Wer­kes hat der Künst­ler auf der Rück­sei­te des Bil­des fest­ge­hal­ten: „Am Bild­stock  – Erin­ne­run­gen an mei­ne Jugend­zeit“ von 1947. Foto: Gaby Brüggemann

Ein bekann­tes, groß­for­ma­ti­ges Gemäl­de des Wer­ner Künst­lers schmückt die St.-Christophorus- Kir­che. Die Stif­tun­gen von zwei wei­te­ren Rep­ke-Gemäl­de zäh­len fer­ner zum Fun­dus. Wei­te­re Ori­gi­na­le, als Stif­tung oder als Ver­kauf, sind gefragt, mach­te Fer­tig-Möl­ler deutlich.

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