Donnerstag, Mai 19, 2022

Piktogramme mahnen: Tempo runter in der Spielstraße

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Wer­ne. „Bit­te lang­sam fah­ren, Spiel­stra­ße.“ Um das Tem­po der Autos auf Schlaun­stra­ße und Wal­c­zer Stra­ße im Neu­bau­ge­biet Bel­ling­holz-Ost her­un­ter zu drü­cken, haben Kin­der und Eltern am Sams­tag­vor­mit­tag (30. April 2022) Pik­to­gram­me auf die Fahr­bahn gepinselt.

Die opti­schen Sicher­heits­si­gna­le sol­len die Auto­fah­rer moti­vie­ren, die im ver­kehrs­be­ru­hig­ten Bereich gül­ti­ge Schritt­ge­schwin­dig­keit auch einzuhalten.

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Denn offen­bar fiel es bis dato so man­chem Fahr­zeug­len­ker schwer, auf der Schlaun­stra­ße den Tem­po­wech­sel am Ein­gang des Bau­ge­bie­tes von vor­her 30 Kilo­me­ter pro Stun­de hin zur Schritt­ge­schwin­dig­keit umzu­set­zen. So rol­len nicht weni­ge Autos schnel­ler als erlaubt in den Tempo-7-Bereich.

Anders als sonst häu­fig der Fall, wechs­le man hier nicht erst nach einem Abbie­ge­vor­gang in eine Spiel­stra­ße, son­dern über­gangs­los, schil­der­ten die Anlie­ger Sebas­ti­an Böm­ken und Mir­ko Brau­wei­ler stell­ver­tre­tend für ihre Nach­barn am Sams­tag an Ort und Stelle.

Auch nach dem Abbie­gen von der Schlaun­stra­ße in die Wal­c­zer Stra­ße lade die schnur­ge­ra­de Stre­cken­füh­rung dort dazu ein, die Geschwin­dig­keits­be­gren­zung nicht ein­zu­hal­ten, argu­men­tie­ren die Nachbarn.

In der Schlaun­stra­ße gilt Schritt­ge­schwin­dig­keit. Dar­auf mach­ten die Kin­der auf­merk­sam. Foto: Gaby Brüggemann

Hin­zu kom­me, dass nach der Fer­tig­stel­lung des Bau­ab­schnitts Bel­ling­holz-Ost vor drei Jah­ren auch vie­le Anwoh­ner des ers­ten Abschnitts (Bel­ling­holz-Nord) von der Ber­li­ner Stra­ße aus über Schlaun­stra­ße und Wal­c­zer Stra­ße abkür­zen. Das sei ja auch in Ord­nung und man wol­le ja nie­man­den maß­re­geln, son­dern nur auf die spie­len­den Kin­der auf­merk­sam machen, beton­ten Böm­ken und Brau­wei­ler, die wie vie­le Nach­barn Kin­der im Kin­der­gar­ten- und Grund­schul­al­ter haben. Und weil eini­ge Autos auch schon im Tem­po-30-Bereich der Schlaun­stra­ße zu schnell unter­wegs sei­en, sei dies in der leicht abschüs­si­gen Spiel­stra­ße erst recht der Fall, hieß es.

Nach­barn haben zusam­men mit ihren Spröss­lin­gen Eigen­in­itia­ti­ve ergrif­fen. Foto: Gaby Brüggemann 

Zunächst hat­ten die Anwoh­ner ver­sucht, per Antrag an die Stadt­ver­wal­tung die Pik­to­gram­me mit den Hin­weis­sym­bo­len auf spie­len­de Kin­der auf­brin­gen zu las­sen. Das sei aller­dings auch nach einem hal­ben Jahr und eini­gem Hin und Her nicht umge­setzt wor­den, unter ande­rem mit den Ver­weis auf die Kapa­zi­tä­ten des Bauhofs. 

Schließ­lich grif­fen die Anlie­ger zur Selbst­hil­fe und bean­trag­ten beim Tief­bau­amt nun, selbst aktiv wer­den zu dür­fen und die Sicher­heits­hin­wei­se in Eigen­re­gie auf­zu­ma­len. Dafür gab es nicht nur die Geneh­mi­gung, son­dern auch die Far­be und die Scha­blo­nen für das Auf­zeich­nen der Verkehrssymbole.

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