Dienstag, November 29, 2022

Kirche St. Johannes zeigt neue Schäden – Zeichen stehen auf Abriss

Anzeige

Wer­ne. Das Kir­chen­ge­bäu­de von St. Johan­nes steht nicht mehr auf siche­rem Grund. Meh­re­re tro­cke­ne Som­mer haben dafür gesorgt, dass der Boden unter der Kir­che auf­grund des Was­ser­ver­lus­tes in Bewe­gung gera­ten ist, sich inzwi­schen erheb­lich abge­senkt hat.

Das Pro­blem ist nicht neu und hat sich auch in die­sem Jahr noch ein­mal ver­stärkt. Das bestä­tig­te Jür­gen Schä­fer, Dechant der Pfar­rei St. Chris­to­pho­rus, schon vor gut zwei Wochen gegen­über WERNEplus.

- Advertisement -

Gera­de am heu­ti­gen Mon­tag (17. Okto­ber) habe der Küs­ter Fotos von der Tauf­ka­pel­le von St. Johan­nes über­mit­telt, die sich in Rich­tung Sakris­tei absen­ke, erläu­ter­te er. Auch las­se sich die Außen­tür zur Sakris­tei kaum noch schlie­ßen. „Es brö­selt vor sich hin, das hört sich nicht gut an“, stell­te er fest. Jetzt müs­se man in den kirch­li­chen Gre­mi­en beraten.

So deu­ten die Zei­chen wohl auf einen Abriss der Kir­che hin, die in den Jah­ren 1962 bis 1964 erbaut wur­de. Das sei sehr zu bedau­ern, den­noch müs­se man gut und umsich­tig han­deln und einen ver­nünf­ti­gen Zeit­rah­men fin­den. „Wir haben schließ­lich die Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht und wol­len kei­ne Gefähr­dun­gen“, mach­te er anhand der bau­phy­si­ka­li­schen Fak­ten­la­ge deutlich.

Sicht­bar wur­den Schä­den schon im sehr tro­cke­nen Som­mer 2018. Damals hat­te der soge­nann­te Som­mer­frost dazu geführt, dass das Sei­ten­schiff abge­bro­chen und des­halb gesperrt wer­den muss­te. Nach wei­te­ren Tro­cken-Som­mern habe es im Vor­jahr mehr Regen und daher kei­ne neu­er­li­chen Schä­den gege­ben, schil­der­te der Dechant.

Anders 2022: Da wur­den am Kir­chen­ge­bäu­de zur Stra­ße hin neue Boden­ver­än­de­run­gen offen­sicht­lich. Das Fun­da­ment sei teil­wei­se bis zu 20 Zen­ti­me­ter sicht­bar, hieß es. Noch sei die Ver­kehrs­si­cher­heit laut Sta­ti­ker gege­ben, weil ein vor­han­de­ner Stahl­trä­ger wie eine Brü­cke wir­ke. So könn­ten die Got­tes­diens­te zur Zeit noch stattfinden.

Die aktu­el­len Schä­den müss­ten nun eben­falls bewer­tet wer­den. Eine lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve habe man aber wohl nicht mehr. Sobald das end­gül­ti­ge Ergeb­nis des Sta­ti­kers vor­lie­ge, müs­se man ent­schei­den zwi­schen „einem Ende mit Schre­cken und einem Schre­cken ohne Ende“, befürch­te­te Jür­gen Schäfer.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Aktionstag am AFG bietet Einblicke in das Lernen in der Zukunft

Werne. Zu einem Einblick in das Gebäude und den Schulalltag hatte am Samstag, 26. November, wieder das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) eingeladen. Neben der Präsentation der...

„Ein Funken Hoffnung”: Trecker fahren auch 2022 wieder in Werne

Werne. Die geschmückten und beleuchteten Trecker und Zugfahrzeuge heimischer Landwirte waren in den vergangenen zwei Jahren kurz vor Weihnachten ein besonderer Hingucker und begeisterten...

Advent in der Klosterkirche – Sonntagsausklang – Auszeit

Werne. Die Kapuziner laden sehr herzlich in der Adventszeit zu den Rorate-Messen jeweils montags und freitags ab 18 Uhr in ihre Klosterkirche ein. Die...

Zwei Siege gegen Datteln: Hockey United startet stark in die Saison

Werne. Mit einem verdienten Heimsieg sind die Herren von Hockey United Werne in die Hallensaison gestartet. Auch die U8-Kinder zeigten beim Turnier in Oelde...