Donnerstag, Mai 19, 2022

Kernsanierung: Ein Jahr kein Sport in alter Halle am St. Christophorus

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Wer­ne. Im Bereich der Sport­stät­ten ist das Gym­na­si­um St. Chris­to­pho­rus mit zwei Sport­hal­len sowie Rasen-Sport­platz, Beach­vol­ley­ball-Anla­ge, Klein­spiel­fel­dern und Leicht­ath­le­tik­an­la­gen gut aus­ge­stat­tet. In einem Jahr wird sich das ändern, weil dann die alte Zwei­fach-Hal­le von Grund auf saniert wird, sodass Sport­un­ter­richt dort für län­ge­re Zeit nicht mehr mög­lich ist.

In den bei­den benach­bar­ten Sport­hal­len befin­det sich jeweils eine Hei­zungs­an­la­ge. In der alten Sport­hal­le hat es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der Aus­fäl­le gege­ben, die in der kal­ten Jah­res­zeit auch dazu führ­te, dass dort nicht trai­niert wer­den konn­te. Im Som­mer wird ein klei­nes Heiz­kraft­werk errich­tet, von dem aus dann künf­tig bei­de Hal­len ver­sorgt wer­den. „Damit stel­len wir sicher, dass künf­tig bei­de Hal­len dau­er­haft warm blei­ben kön­nen“, erklärt Schul­lei­ter Thors­ten Schröer.

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Im Früh­jahr 2023 wird dann der nied­ri­ge Bereich der in den 70er Jah­ren errich­te­ten Hal­le kom­plett abge­ris­sen. Dar­in befin­den sich der­zeit die Umklei­de­ka­bi­nen. Das wird künf­tig eben­so der Fall sein, wenn auch in ande­rer Auf­tei­lung. Statt wie bis­her zwei Umklei­de­räu­me für Jungs und Mäd­chen wird es dann zudem einen wei­te­ren Bereich für das drit­te Geschlecht (divers) geben. Auch Platz, in dem sich Men­schen mit Behin­de­run­gen umzie­hen kön­nen, wird es in der Hal­le künf­tig geben.

Schulleiter Thorsten Schröer zeigt auf einen der vielen Mängel im Bereich der Umkleidekabinen. Foto: Volkmer
Schul­lei­ter Thors­ten Schrö­er zeigt auf einen der vie­len Män­gel im Bereich der Umklei­de­ka­bi­nen. Foto: Volkmer

Ein Abriss die­ses Berei­ches ist not­wen­dig, weil die Bau­sub­stanz kei­ne ande­re Lösung zulässt. „Es gibt über­all Ris­se und die Türen hän­gen schon schief“, beschreibt der Schul­lei­ter den aktu­el­len Zustand im vor­de­ren Bereich der Hal­le. Da unter ande­rem die Boden­plat­te neu gegos­sen wer­den muss, gibt es kei­ne Alter­na­ti­ve zum Abriss.

Die Hül­le der Haupt­hal­le bleibt dage­gen ste­hen, der Innen­be­reich wird kom­plett erneu­ert. „Die Hal­le wird ent­kernt. Die Böden und Wän­de kom­men raus und alles wird neu abge­dich­tet. Auch das Inven­tar wird erneu­ert, künf­tig wird alles elek­trisch zu steu­ern sein“, kün­digt Schrö­er an. Etwa eine Mil­li­on Euro wird die Rea­li­sie­rung des Pro­jekts nach jet­zi­gem Stand kos­ten. Aktu­ell lau­fen die Vor­be­rei­tun­gen für die Errich­tung des Heiz­kraft­wer­kes, im wei­te­ren Ver­lauf des Jah­res wer­den die Aus­schrei­bun­gen für die ande­ren Gewer­ke durchgeführt.

Die alte Sport­hal­le am Gym­na­si­um St. Chris­to­pho­rus wird 2023 von Grund auf saniert. Rechts neben der Hal­le ent­steht in die­sem Jahr ein klei­nes Heiz­kraft­werk. Foto: Volkmer 

Min­des­tens ein Jahr wird die Sport­hal­le nicht für den Schul­un­ter­richt zur Ver­fü­gung ste­hen kön­nen. „Wir pla­nen, dann eine jeweils eine Sport­grup­pe in die Lin­der­t­hal­le zu unter­rich­ten. Das ist mit der Stadt schon bespro­chen“, so Schrö­er. Für die Ver­ei­ne, die der­zeit die alte, gro­ße Hal­le nut­zen, dürf­te bald die Suche nach einer Alter­na­ti­ve begin­nen. Die Nut­zung der Hal­le am Gym­na­si­um ist bei Ver­ei­nen und Grup­pen sehr beliebt, weil die Schu­le das Gebäu­de kos­ten­los zur Ver­fü­gung stellt. Unter ande­rem weicht der Inte­gra­ti­ons­sport­ver­ein Hockey United Wer­ne an die­sen Stand­ort aus. 

„Eine Ent­schei­dung, wie die Ein­tei­lung nach der Fer­tig­stel­lung der neu­en Hal­le aus­se­hen wird, gibt es zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht. Wir wer­den jetzt erst ein­mal die Grup­pen anschrei­ben, und dar­über infor­mie­ren, dass die Hal­le ab nächs­tem Früh­ling für ein gutes Jahr nicht zur Ver­fü­gung steht“, sagt der Schul­lei­ter. Er hofft, dass spä­tes­tens ab Som­mer 2024 wie­der ein sport­li­cher Nor­mal­be­trieb mög­lich sein wird.

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