Sonntag, November 27, 2022

Gedenken an Pogromnacht – Duo Nurith musiziert

Anzeige

Wer­ne. Zum Geden­ken an die Gescheh­nis­se der Pogrom­nacht vor 84 Jah­ren lädt die Stadt Wer­ne am Mitt­woch, 9. Novem­ber 2022, um 17 Uhr am Platz der ehe­ma­li­gen Syn­ago­ge in der Markt­pas­sa­ge ein. 

Dar­in wird an die Ver­bre­chen gegen jüdi­sche Mit­bür­ger in der Pogrom­nacht 1938 und an die Ver­fol­gung und Ermor­dung von Juden wäh­rend der Nazi­herr­schaft erin­nert. „Damit die­se schreck­li­che Zeit nie­mals in Ver­ges­sen­heit gerät und sich nie­mals wie­der­holt“, heißt es in der Ein­la­dung der Stadt Werne.

- Advertisement -

Nach dem Geden­ken schließt sich die Musik-Ver­an­stal­tung des Duo Nurith mit dem Titel „Juden­tum in Deutsch­land“ an. Sie beginnt um18.30 Uhr im klei­nen Kol­ping­saal. Die bei­den Musi­ke­rin­nen Mar­ga­ri­ta Fein­stein (Kla­vier) und Freya Dei­t­ing (Vio­li­ne) kom­men aus Kamen und Dort­mund haben ein beson­de­res Pro­gramm zum Anlass „1700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land“ zusammengestellt.

Wie facet­ten­reich die jüdi­sche Kul­tur ist, zeigt sich in ihrer viel­fäl­ti­gen Musik: ange­fan­gen mit Wer­ken der klas­si­schen Musik (z.B. von Fan­ny Men­dels­sohn) und tra­di­tio­nel­len Klez­mer­stü­cken gibt es auch Jahr­tau­sen­de alte jüdi­sche Lie­der zum Schab­bat zu hören – hier von der Gei­ge gespielt dem Gesang nach­emp­fun­den. Auch Kom­po­si­tio­nen jün­ge­ren Datums wie die char­man­ten Stü­cke eines Char­lie Chap­lins und das berühm­te Titel­the­ma aus Schind­lers Lis­te zäh­len zu den musi­ka­li­schen Darbietungen.

„Mar­ga­ri­ta Fein­stein und Freya Dei­t­ing loten dabei immer fein­sin­nig das allen Stü­cken inne­woh­nen­de Neben­ein­an­der von Schmerz und Freu­de – von Melan­cho­lie und Chuz­pe – aus, das für die jüdi­sche Musik im All­ge­mei­nen so typisch ist“, heißt es in der Ankündigung.

Bei­de Musi­ke­rin­nen bli­cken dem­nach auf eine lan­ge regio­na­le wie inter­na­tio­na­le Kon­zert­tä­tig­keit sowohl als Solis­tin­nen als auch in ver­schie­de­nen Kam­mer­mu­sik­for­ma­tio­nen zurück. Auf dem Pro­gramm ste­hen Wer­ke von Fan­ny Men­dels­sohn, Fritz Kreis­ler, Franz Léhar, Wla­di­mir Res­niek, Char­lie Chap­lin, John Wil­liams & Traditionals.

Die­se Ver­an­stal­tung hät­te bereits im ver­gan­ge­nen Jahr im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten „1.700 Jah­re jüdi­sches Leben in Deutsch­land“ statt­fin­den sol­len, fiel aber auf Grund der Coro­na-Pan­de­mie aus, erläu­tert Ste­pha­nie Vief­hu­es für das Bürgermeisterbüro.

„Es ist wich­tig, jüdi­sches Leben in Wer­ne zu the­ma­ti­sie­ren. Ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund des Ukrai­ne-Krie­ges“, so Moni­ka Eich­manns, Gleich­stel­lungs­be­auf­tra­ge der Stadt Wer­ne, „und somit ein Zei­chen gegen Anti­se­mi­tis­mus zu setzen.

Der Ein­tritt zum Kon­zert im Kol­ping­saal ist frei. Um Spen­den wird gebeten.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Eintracht Werne lässt zwei Punkte liegen – und verliert Mirac Kavakbasi

Werne. Im vorgezogenen Meisterschaftsspiel der Kreisliga A1 kam Titelanwärter Eintracht Werne beim Hammer SC am Freitagabend nicht über ein Remis hinaus und büßte dabei...

Anfragen der IR: Stockumer Straße und Penningrode/Ovelgönne im Blick

Werne. Vier Anfragen der Initiative Rad, gebündelt in einem Tagesordnungspunkt, hatte der Ausschuss für Umwelt Mobilität und Klimaschutz am Mittwoch (23. November 2022) auf...

Initiative Radverkehr regt Tempo 30 und Abkehr von Radwegepflicht an

Werne. Vier Anfragen der Initiative Rad, gebündelt in einem Tagesordnungspunkt, hatte der Ausschuss für Umwelt Mobilität und Klimaschutz am Mittwoch (23. November 2022) auf...

AFG beim Tischtennis-Turnier erfolgreich

Werne. Bereits zum 22. Mal stellten Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen beim von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (LV Milch NRW)...