Mittwoch, August 17, 2022

GARBE-Logistik: Grüngürtel und Photovoltaik in Werne

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Wer­ne. Einen Apfel­baum der ein­hei­mi­schen Sor­te „Dül­me­ner Rose“ setz­ten am Mon­tag, 27. Juni 2022, Kurt-Peter Becher, Tech­ni­sches Asset Manage­ment, und Bür­ger­meis­ter Lothar Christ ins vor­be­rei­te­te Pflanz­loch und schlos­sen damit sym­bo­lisch den neu ange­leg­ten Grün­gür­tel rund um das Logis­tik­zen­trum der GARBE Indus­tri­al Real Esta­te GmbH im Wahr­brink 25.

Der Immo­bi­li­en­ent­wick­ler hat auf dem cir­ka 295.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen, frü­he­ren Ikea-Gelän­de zusätz­lich zu dem Alt­bau zwei Groß­hal­len errich­tet und an Dienst­leis­ter und Logis­ti­ker vermietet.

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Neben der grü­nen Gestal­tung des Außen­be­reichs gebe es eine Rei­he von ver­kehrs- und bau­tech­ni­schen Maß­nah­men, lei­te­te Kurt Becher zu den ambi­tio­nier­ten Anstren­gun­gen von GARBE über, bevor er mit Wer­nes Bür­ger­meis­ter zum Spa­ten griff. Dazu zäh­len ins­be­son­de­re die groß dimen­sio­nier­ten Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf den neu­en Hallen.

Der Ver­wal­tungs­chef war gekom­men, um sich zu infor­mie­ren. Die PV-Anla­ge sei künf­tig eine der größ­ten in Deutsch­land, sah er dar­in einen „rie­si­gen Big­point“. Becher bedank­te sich sei­ner­seits für die Unter­stüt­zung der Ver­wal­tung bei der Umset­zung der Bau­an­trä­ge, das sei heu­te kei­ne Kleinigkeit.

Zwei Regen­rück­hal­te­be­cken steu­ern den Was­ser­ab­fluss. Foto: Gaby Brüggemann

Ein neu­er B‑Plan sei nicht nötig gewe­sen, erklär­te Christ die Aus­gangs­la­ge, die eine schnel­le Rea­li­sie­rung der Plä­ne ermög­lich­te. Um Nach­hal­tig­keit habe man aber gebe­ten, freu­te er sich über die Grün­an­la­gen. „Das war kei­ne Pflicht“, wer­te­te er dies als Bereit­schaft von Unter­neh­men, auf Nach­hal­tig­keit zu ach­ten. Nach dem Abzug von Ama­zon habe man zunächst eine Bra­che befürch­tet. Nun sei­en alle Hal­len ver­mie­tet und meh­re­re hun­dert Arbeits­plät­ze geschaffen.

Grü­ne Logis­tik im Außenbereich

Im Früh­jahr hat­ten die Land­schafts­bau­er von Baum & Gar­ten Her­ber­holz aus Dors­ten mit den Pflan­zun­gen begon­nen. Nun umzieht ein Grün­gür­tel das Objekt, des­sen 200 Obst­bäu­me alter und zum Teil bedroh­ter Sor­ten Streu­obst­wie­sen bil­den. 500 Laub­bäu­me wie Hain­bu­chen, Stiel- und Trau­ben­ei­chen etc. wach­sen auf der alten Bahn­tras­se zu einem Laub­wald heran.

1.250 Sträu­cher ein­hei­mi­scher Gewäch­se wie Sand­dorn, Feu­er­dorn, Weiß­dorn, Schle­hen und mehr bie­ten der Vogel­welt reich­lich Nah­rung und Brut­mög­lich­kei­ten. Fer­ner wur­den auf rund 10.000 Qua­drat­me­tern Blühra­sen aus­ge­sät. Drei Bie­nen­völ­ker wer­den zudem als natür­li­che Dienst­leis­ter ange­sie­delt. Apro­pos Bahn­tras­se: Mit dem Erhalt der Wei­che für den Bahn­an­schluss bleibt die Opti­on erhal­ten, das Gleis wie­der herzustellen.

Auf der ehe­ma­li­gen Bahn­tras­se rund um das Gelän­de gedei­hen Flo­ra und Fau­na. Foto: Gaby Brüggemann

Zwei Regen­rück­hal­te­be­cken sor­gen für eine gere­gel­te Ablei­tung von Regen­was­ser ins Kanal­sys­tem und wur­den durch eine Bepflan­zung sowie einen Eidech­sen­fel­sen öko­lo­gisch auf­ge­wer­tet. Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten in den Pau­sen bie­ten Sitz­ecken aus Holz.

Bau­tech­nik beim Neu­bau: Pho­to­vol­ta­ik und mehr

Tat­säch­lich sei eine Rie­sen­flä­che ver­sie­gelt wor­den, sag­te Kurt Becher. Kom­pen­sa­ti­on wird Pho­to­vol­ta­ik leis­ten. 30 Pro­zent der Dach­flä­chen sei­en bereits bestückt und wür­den suk­zes­si­ve erwei­tert, hieß es. Fer­ner hat man an Lade­stel­len für E‑Fahrzeuge gedacht. Die auto­ma­ti­sier­te Erfas­sung aller Ver­bräu­che befin­det sich in Umset­zung. Die Neu­bau­ten sind bereits mit LED-Beleuch­tung aus­ge­stat­tet, eine Umrüs­tung im Bestand soll noch 2022 fol­gen und die Ener­gie­kos­ten hier um 70 Pro­zent dimmen.

Ver­kehrs­tech­nik: Nacht­park­plät­ze für Brummi-Fahrer

Vie­le par­ken­de Lkw hat­ten in der Ver­gan­gen­heit an der Stra­ße Am Wahr­brink für Park­stau und Ver­mül­lung und folg­lich für Ärger gesorgt. Für den eige­nen Bereich hat GARBE gegen­ge­steu­ert und alle Lkw-Stell­plät­ze und War­te­plät­ze auf dem eige­nen Grund­stück ange­legt. Vom Pfört­ner­haus aus wer­den die Fahr­zeu­ge diri­giert und Umwegfahr­ten ver­mie­den. Aus­rei­chend Nacht­park­plät­ze und ein WC für die Lkw-Fah­rer sind vorhanden.

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1 KOMMENTAR

  1. War­um Green­wa­shing für den Logis­tik-Kom­plex im Wahrbrink?
    Jeder Baum und jeder Strauch, der in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels gepflanzt wird, ist vor­be­halt­los gut für unser Kli­ma! Aller­dings soll­ten wir das Indus­trie­ge­län­de der Fa. Gar­be nicht schön reden son­dern rea­lis­tisch einordnen.
    Mit einer Gesamt­flä­che von 295.000 m² (Quel­le Home­page Fa. Gar­be), umfasst das Arse­nal in etwa die Flä­che des gesam­ten Stadt­wal­des von Wer­ne. Es han­delt sich um drei Hal­len, zwi­schen denen bis­her kein nen­nens­wer­tes „Grün“ zu erken­nen ist. Wür­de auch stö­ren, wenn hier LKW‚s be- und ent­la­den wer­den müs­sen. Es han­delt sich somit um eine Flä­chen­ver­sie­ge­lung von min­des­tens 80 % (Aus­wer­tung über http://www.tim-online.nrw.de).
    Bereits in der von der Stadt Wer­ne in Auf­trag gege­be­nen Kli­ma­ana­ly­se wird das gesam­te Indus­trie­ge­biet im Wahr­brink als aus­ge­spro­che­ner Hot­spot aus­ge­wie­sen. D.h. bei einer anhal­ten­den Hit­ze- und Tro­cken­pe­ri­ode wird sich das Gelän­de um 8 bis 10 Grad mehr auf­hei­zen als ande­re Stadt­ge­bie­te; und damit auch für uns als Nach­bar­schaft erheb­li­che Aus­wir­kun­gen zeigen.
    Wir kön­nen nur hof­fen, dass in dem kli­ma­ti­schen Umfeld dann die gepflanz­ten Bäu­me und Sträu­cher noch gedei­hen können.
    Die Instal­la­ti­on von PV-Modu­len auf bereits vor­han­de­nen Hal­len­dä­chern zur Erzeu­gung von rege­ne­ra­ti­ver Ener­gie ist aus­drück­lich zu begrü­ßen, dies könn­te auch eine PV-Instal­la­ti­on auf den PKW-Park­plät­zen beinhalten!
    Dies soll­te dann als Blau­pau­se ins­be­son­de­re für die Fa. AMAZON (Hal­len­dach­flä­che ca. 90.000 m²) und ande­re Gewer­be- und Indus­trie­ge­bäu­de die­nen, so könn­ten wir in Wer­ne auf Frei­flä­chen-Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ver­zich­ten können.
    Zur Erin­ne­rung, wir ver­fü­gen heu­te schon in Wer­ne über ins­ge­samt mehr als 300 ha Gewer­be- und Indus­trie­flä­che (Quel­le: „Wir für Wer­ne“)! Da gibt es noch genü­gend Poten­ti­al für Kli­ma­schutz­maß­nah­men in Zei­ten des Klimawandels.

    Vie­le Grü­ße und blei­ben Sie gesund !
    Wer­ner Thiemann

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