Freitag, Oktober 7, 2022

Feuerwehrleute kommen bei Realbrand-Ausbildung ins Schwitzen

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Wer­ne. Da sie für die Aus­bil­dung von Feu­er­wehr­leu­ten sehr wich­tig ist, orga­ni­sier­ten die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Selm und die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Wer­ne zusam­men eine Realbrandausbildung. 

Die Feu­er­wehr­leu­te trai­nier­ten in einem Brand­con­tai­ner – eine Gele­gen­heit, die sich nur sehr sel­ten den Ehren­amt­li­chen bietet. 

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Die Real­brand­aus­bil­dung bestand aus ins­ge­samt drei Durch­gän­gen. „Im ers­ten Durch­gang konn­ten sich alle an die enor­me Hit­ze gewöh­nen und das Rauch- sowie Flam­men­bild anse­hen und beob­ach­ten, was mit dem Rauch pas­siert. Hier konn­te man den soge­nann­ten ‚Flash Over’ beob­ach­ten, was die schlag­ar­ti­ge Brand­aus­brei­tung auf einen gesam­ten Brand­raum meint“, schil­der­te Wer­nes Ober­feu­er­wehr­mann Robin Nol­ting die Übung.

Der Groß­teil der Flam­men und Hit­ze ist über die Köp­fe der Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer hin­weg­ge­rollt, da extra ein Höhen­un­ter­schied von 40 Zen­ti­me­tern zum nor­ma­len Boden im Anhän­ger besteht. Abso­lut beein­dru­ckend war hier die Rauch­gas­durch­zün­dung zu sehen, so Nolz­ing weiter.

Im zwei­ten und drit­ten Durch­gang wur­de mehr auf die Tak­tik mit dem Strahl­rohr und der Tür­öff­nung ein­ge­gan­gen. Es wur­de der Brand­rauch und die Tür gekühlt, um die­se dann zu öff­nen und aus­rei­chend Sprüh­stö­ße in den Brand­raum zu geben; damit eben genau eine Rauch­gas­durch­zün­dung ver­hin­dert wer­den kann. Eben­falls beka­men die Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den zu spü­ren, wie heiß tat­säch­lich Was­ser­dampf ist.

Natür­lich erfolg­te die gesam­te Aus­bil­dung mit der per­sön­li­chen Schutz­aus­rüs­tung, bestehend aus der Brand­schutz­klei­dung, Atem­schutz­ge­rät, Helm und einem Pon­cho, damit vor allem das Gerät und der Helm geschützt sind. Hier ist das sorg­fäl­ti­ge Anle­gen der Schutz­aus­rüs­tung Pflicht – wie im Ein­satz auch. „Es wur­de meh­re­re 100 Grad heiß und es wäre sehr unge­müt­lich, wenn irgend­wo ein Stück­chen Haut der Hit­ze schutz­los aus­ge­lie­fert wäre“, erklär­te Robin Nolting.

Die Real­brand­aus­bil­dung war für alle Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer ein Erleb­nis wert, war die ein­hel­li­ge Mei­nung. Auch wenn die sowie­so schon hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren an die­sem Wochen­en­de für Schweiß sorg­ten, waren unse­re Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den noch ein­mal mehr der Hit­ze aus­ge­setzt und kamen dop­pelt ins Schwit­zen, um im Ein­satz­fall an die Hit­ze gewöhnt zu sein.

Die Übung hat­te die Fir­ma DELTA Safe­ty & Pro­tec­tion GmbH aus Sulin­gen durchgeführt.

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