Mittwoch, August 10, 2022

Blickfang am Kaufhaus: Wallfahrer werben mit neuem Banner

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Wer­ne. Seit ein paar Tagen macht ein meter­ho­hes Ban­ner am Mode­haus Kroes auf die Wall­fahrt von Wer­ne nach Werl auf­merk­sam: Am 6. und 7. August wer­den sich wie­der zahl­rei­che Pil­ger auf den Weg zum Gna­den­bild der Mut­ter­got­tes in Werl begeben.

„Wir woll­ten eine grö­ße­re Wir­kung erzie­len, daher haben wir uns für die­ses Pla­kat ent­schie­den“, erklärt Mar­tin Weber vom Wall­fahrts­aus­schuss. Dass die auf­wen­di­ge Akti­on mit­hil­fe von Wer­ner Geschäfts­leu­ten rea­li­siert wer­den konn­te, zeugt vom hohen Stel­len­wert die­ses his­to­ri­schen Pil­ger­zugs in der Stadt: Die Wer­be­flä­che am Kauf­haus stell­te Hein-Theo Küper unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung, den Ent­wurf fer­tig­te Bet­ti­na Wort­mann-Bän­ker vom Kopier­la­den ehren­amt­lich an, die Umset­zung wur­de von der Stif­tung der Spar­kas­se an der Lip­pe ermög­licht. „Jetzt hof­fen wir natür­lich, dass wir noch den einen oder die ande­re mehr zum Mit­ge­hen gewin­nen kön­nen“, sagt Weber.

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Gepäck­wa­gen erleich­tern die Marschroute

Er ist für die Orga­ni­sa­ti­on des Ablaufs, für die Funk­tech­nik und den Gepäck­trans­port ver­ant­wort­lich. Und sorgt unter­wegs dafür, dass die Pil­ger an bestimm­ten Hal­te­punk­ten mit fri­schem Trink­was­ser ver­sorgt wer­den. Immer­hin müs­sen auf dem Hin- und Rück­weg jeweils etwa 33 Kilo­me­ter bewäl­tigt wer­den. Um die Marsch­rou­te zu erleich­tern, beglei­ten zwei Gepäck­wa­gen die Wall­fah­rer. In dem einen rei­sen Ruck­sä­cke mit Pro­vi­ant, in dem ande­ren das Gepäck der­je­ni­gen, die in Werl über­nach­ten und die Weg­stre­cke wie­der zurück laufen.

Weber küm­mert sich zudem um die Bereit­stel­lung von Funk­ge­rä­ten. „Die Mit­glie­der des Wall­fahrts­aus­schus­ses ste­hen über Funk stän­dig in Kon­takt, sodass wir jeder­zeit schnell reagie­ren kön­nen.“ An ihren gel­ben Warn­wes­ten sind die Aus­schuss­mit­glie­der außer­dem gut zu erkennen.

Kin­der­be­treu­ung und Mitfahrgelegenheit

An zwei Rast­sta­tio­nen wer­den län­ge­re Pau­sen ein­ge­legt: Gegen 8 Uhr wer­den die Wall­fah­rer in Pel­kum erwar­tet und gegen 11 Uhr in Dre­chen. An bei­den Sta­tio­nen gibt es Spei­sen und Geträn­ke zu ange­mes­se­nen Prei­sen. „Außer­dem wer­den wie­der Mit­glie­der vom Deut­schen Roten Kreuz mit zwei Fahr­zeu­gen dabei sein“, kün­dig­te Weber an. Die Hel­fe­rin­nen und Hel­fer ste­hen bereit, falls es unter­wegs gesund­heit­li­che Pro­ble­me bei den Pil­gern geben soll­te. „Und die Poli­zei über­nimmt an ver­kehrs­rei­chen Stel­len die Stre­cken­si­che­rung“, sagt Weber. Für Kin­der gibt es auf dem Hin­weg wie­der eine Kin­der­be­treu­ung im Plan­wa­gen. Dort kann gespielt, gebas­telt und gesun­gen wer­den. Der Plan­wa­gen dient auch als Mit­fahr­ge­le­gen­heit für fuß­mü­de Pil­ge­rin­nen und Pil­ger, eben­so wie die Transportfahrzeuge.

Neu­er Programmpunkt

Auf­takt zur Fuß­wall­fahrt ist eine Vor­abend­mes­se in der Klos­ter­kir­che am Frei­tag, 5. August, in der für alle leben­den und ver­stor­be­nen Pil­ger gebe­tet wird. Die Wall­fahrt star­tet früh am Sams­tag­mor­gen, 6. August. Um 5.45 Uhr tref­fen sich die Wall­fah­rer zum gemein­sa­men Gebet in der Klos­ter­kir­che. In Werl wer­den die Pil­ger aus Wer­ne gegen 14.15 Uhr erwar­tet. Um 14.30 Uhr erfolgt der Ein­zug in die Basilika. 

Danach hat sich der Wall­fahrts­aus­schuss für die­ses Jahr etwas Neu­es über­legt: Statt wie üblich den Kreuz­weg zu beten, bege­ben sich die Pil­ger auf den neu­en Fran­zis­kus­weg, einen Rund­gang mit neun Sta­tio­nen durch die Wer­ler Innen­stadt. „Der Weg ist gera­de erst im Mai eröff­net wor­den und bie­tet unter ande­rem geis­ti­ge Impul­se auf Tafeln“, erklärt Mar­tin Weber. Um 20 Uhr beginnt eine Pilgerandacht.

Auch am Sonn­tag, 7. August, erwar­tet die Wall­fah­rer – von denen man­che viel­leicht in der neu­en Her­ber­ge im Pil­ger­klos­ter über­nach­tet haben – ein straf­fes Pro­gramm, das früh star­tet, näm­lich um 7.30 Uhr mit der Kreuz­weg­an­dacht im Klos­ter­hof. Es folgt um 8.30 Uhr das Pil­ger­hoch­amt in der Basi­li­ka. Nach der Abschied­s­an­dacht um 11.45 Uhr machen sich jene Pil­ger, die nach Wer­ne zurück­lau­fen, auf den Weg. Gegen 20 Uhr wer­den sie wie­der in Wer­ne ein­tref­fen. Mit einer kur­zen Dank­an­dacht in der Klos­ter­kir­che endet die Wallfahrt.

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