Samstag, Juli 2, 2022

An(ge)dacht: Leben lebt vom Aufbruch

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Wer­ne. Zwei Wochen noch, dann star­ten die Som­mer­fe­ri­en. Bei eini­gen Jugend­li­chen wird jetzt schon der Abschluss gefei­ert – das Ende der Grund­schu­le, Haupt- oder Real­schu­le, das Abitur oder das Ausbildungsende. 

Nicht nur die Schü­ler und Schü­le­rin­nen sind froh (oder viel­leicht ent­täuscht) über das erreich­te Ziel. Auch man­che Eltern atmen vol­ler Erleich­te­rung auf, dass ein wich­ti­ger Abschnitt ihres Kin­des geschafft ist. Der Som­mer steht vor der Tür. Jetzt heißt es erst ein­mal: Alles hin­ter sich las­sen, auf­tan­ken und dann kann es wei­ter gehen.

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Wenn Abschie­de anste­hen, wird immer der Blick auf das gewor­fen, was war. Wie bin ich durch die­se Zeit gegan­gen? Was habe ich erlebt und wie sieht mei­ne Bilanz aus? Und natür­lich schaut man auch mit einem Auge auf das, was kommt. Ob ich mich rich­tig ent­schie­den habe für den nächs­ten Schritt? Wie wird es wohl wer­den, wenn ich die Schu­le wech­se­le oder das Stu­di­um beginnt? Kom­me ich an dem neu­en Ort klar?

In einem mei­ner kirch­li­chen Lieb­lings­lie­der heißt es: „Cami­n­an­do va, Leben lebt vom Auf­bruch!“ Ich fin­de, dar­in steckt eine tie­fe Wahr­heit. Auf­zu­bre­chen, etwas Neu­es zu ver­su­chen oder aus­zu­pro­bie­ren, ist viel­leicht mit einer gewis­sen Por­ti­on Angst ver­bun­den. Nicht immer weiß ich, wohin mich mein Auf­bruch führt. Aber es weckt auch den Ent­de­cker­geist in uns und sorgt dafür, dass Ver­än­de­rung mög­lich wird. Ich schaue über den eige­nen Tel­ler­rand und gewin­ne ande­re Per­spek­ti­ven. Natür­lich ist Schei­tern mög­lich. Aber wer nichts wagt, kann auch nicht gewin­nen. Das gilt für die klei­nen Auf­brü­che und auch für die großen.

Viel­leicht ist Jesus des­halb auch so viel unter­wegs gewe­sen, weil er nur so frei für neue Wege war; frei für die Men­schen und offen für Got­tes Gegen­wart. Sein Leben fand auf der Stra­ße und auf dem Weg statt. Er hat sei­ne Freun­de gelockt, mit ihm zusam­men auf­zu­bre­chen. Er war nie lan­ge an einem Ort. Vie­len Men­schen hat er zu einem ech­ten Neu­an­fang ver­hol­fen. Das war mög­lich, weil er sich getra­gen und ver­bun­den wuss­te von und mit Gott selbst.

Ich wün­sche allen, die sich in den kom­men­den Wochen auf­ma­chen und sich ver­ab­schie­den, den Mut für die nächs­ten Schrit­te und Got­tes guten Geist, der Kraft gibt und den Hori­zont weit macht. Ich wün­sche Euch und Ihnen allen Gott­ver­trau­en und die Lust, das Leben neu zu ent­de­cken! Cami­n­an­do va, Leben lebt vom Aufbruch!

Maria Thie­mann, Pas­to­ral­re­fe­ren­tin in St. Chris­to­pho­rus und gera­de selbst im Aufbruch

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