Samstag, Dezember 4, 2021

Wunschbaum-Aktion: Kirchenvorstand reagiert

Anzeige

Werne. Mit ein­er Stel­lung­nahme zur Absage bzw. dann Umgestal­tung der Wun­schbaum-Aktion meldete sich jet­zt der Kirchen­vor­stand von St. Christopho­rus zu Wort.

Wegen der Vielzahl an Anfra­gen und Reak­tio­nen habe man sich in der jüng­sten Sitzung des Gremi­ums ver­an­lasst gese­hen, sich mit der Berichter­stat­tung in der lokalen Presse zum The­ma auseinan­derzuset­zen. Die Ver­ant­wor­tung für die Absage der Aktion weist man deut­lich zurück.

- Advertisement -

Zum Hin­ter­grund: Die zwis­chen­zeitliche Absage der jährlichen Wun­schbaum-Aktion sorgte in der ver­gan­genen Woche für Über­raschung. Die Leitun­gen der katholis­chen Kindertagesstät­ten der Kirchenge­meinde St. Christopho­rus hat­ten Sor­gen um den Daten­schutz der kleinen Adres­sat­en angemeldet. Man sei nicht befugt, solche sen­si­blen Dat­en an Dritte her­auszugeben, und sei es auch nur an eine Per­son, hat­te Ste­fanie Hei­der (Ver­bundleitung katholis­che Kindertagesstät­ten in Werne) gegenüber WERNE­plus gesagt.

Daraufhin hat­te Mitini­tia­torin Uta Leisen­tritt die Aktion abge­sagt: „Schade, dass der Hin­weis erst so spät kam. Dann hät­ten wir die Sterne noch mit einem Daten­schutzver­merk aus­ges­tat­tet und den Wun­schbaum ret­ten kön­nen“. Selb­stkri­tisch hat­te sie hinzuge­fügt: „Wir haben uns in all den Jahren keine Gedanken über den Daten­schutz gemacht. Wir sind ein Zusam­men­schluss von Ehre­namtlichen, die ein­fach nur etwas Gutes tun wollen.“ Inzwis­chen wurde für die Wun­schbaum-Aktion ein anderes For­mat gefun­den. Wei­h­nachtspakete kön­nen zwar nicht mehr gepackt wer­den, aber für Kinder aus finanzschwachen Fam­i­lien liegen nun Werne-Gutscheine über 20 Euro bereit.

Mit der Wun­schbaum-Absage durch die Haup­tini­tia­torin sei der Ein­druck erweckt wor­den, die Katholis­che Kirchenge­meinde St. Christopho­rus Werne sei dafür ver­ant­wortlich. „Der Kirchen­vor­stand stellt aus­drück­lich klar, dass die Kirchenge­meinde nicht zu den Ini­tia­toren der Wun­schbaum-Aktion gehört. Auf­grund dessen war die Kirchenge­meinde wed­er zuständig noch verpflichtet zu über­prüfen, ob die Aktion, an deren Teil­nahme sie gebeten wurde, den Anforderun­gen der Daten­schutz-Grund­verord­nung (DSGVO) entsprach. Dieses oblag allein den Ini­tia­toren der Aktion“, heißt es in der Stellungnahme.

„Darüber hin­aus kon­nte die Kirchenge­meinde darauf ver­trauen, dass die Ini­tia­toren der Aktion den Daten­schutz beachteten und sie kon­nte zurecht davon aus­ge­hen, dass die Inhalte und die Ein­hal­tung der DSGVO der Haup­tini­tia­torin (gemeint ist Uta Leisen­tritt, Anm. d. Red.) in ihrer Posi­tion als Geschäfts­führerin eines Unternehmens, als Kreisvor­sitzende der Mit­tel­stands- und Wirtschaft­sunion sowie als Rats­frau bekan­nt waren. Die Weigerung der Kirchenge­meinde zur Bekan­nt­gabe der Namen und der Adressen der ihr anver­traut­en Kinder erfol­gte daher nicht nur zu Recht, son­dern auch rechtzeit­ig“, stellte der Kirchen­vor­stand fest.

Gle­ich­wohl begrüße man aus­drück­lich, dass doch noch einen Weg gefun­den wor­den sei, die Aktion nicht gän­zlich aus­fall­en zu lassen, hieß es abschließend.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Viel Hitze in Sicht – Klimaanalyse zeigt Strategien auf

Werne. „Ein gutes Klima“ bescheinigte Dr. Monika Steinrücke vom Büro K-Plan aus Bochum im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung, als sie dort die...

Nach 46 Jahren im Stadhaus: Barbara Schaewitz sagt „Tschüss“

Werne. Nach 46 Dienstjahren in der Stadtverwaltung wurde am Mittwochnachmittag (1. Dezember) Barbara Schaewitz in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Lothar Christ dankte im pandemiebedingt...

RCS spendet 3D-Druck-Zubehör an das Anne-Frank-Gymnasium

Werne. RCS aus Werne unterstützt das Anne-Frank-Gymnasium. Übergeben wurde Zubehör für die 3D-Druck-AG beziehungsweise für den „Makerspace“, um die Schüler bei ihrer weiteren Entwicklung...

3D-Betondruck-Verfahren: Europa-Premiere in Capelle

Capelle. In der Gemeinde Nordkirchen könnte bald das europaweit erste öffentliche Gebäude entstehen, das im 3D-Betondruck-Verfahren errichtet wurde. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Steinhoff aus...