Das Vorstandsteam von „Wir für Werne“ mit Gästen (von links): Martin Abdinghoff, Michael Zurhorst, Tim Wilke, Hubertus Waterhues, Adelheid Hauschopp-Francke, Gerd Walters, Carolin Brautlecht, Matthias Stiller, Bürgermeister Lothar Christ und Lars Werkmeister. Foto: Wagner
Das Vorstandsteam von „Wir für Werne“ mit Gästen (von links): Martin Abdinghoff, Michael Zurhorst, Tim Wilke, Hubertus Waterhues, Adelheid Hauschopp-Francke, Gerd Walters, Carolin Brautlecht, Matthias Stiller, Bürgermeister Lothar Christ und Lars Werkmeister. Foto: Wagner
Anzeige

Werne – Die Aktionsgemeinschaft „Wir für Werne“ spricht sich dafür aus, die Planung für das neue Gewerbegebiet nördlich der Nordlippestraße weiter voranzutreiben und im Verfahren die Argumente für und gegen den Standort gewissenhaft zu prüfen. „Wir haben nicht gesagt: Das neue Gewerbegebiet muss kommen. Sondern: Das Bauleitplanungsverfahren soll sachlich geprüft sowie nach den Gutachten das Für und Wider abgewogen und danach entschieden werden“, betonte der Vorsitzende Michael Zurhorst während der Mitgliederversammlung auf der Dachterrasse des Entsorgungsunternehmens RCS. Auch Bürgermeister Lothar Christ bezog am Montagabend Stellung.

Die Diskussion um das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Nordlippestraße, ein möglicher Bürgerentscheid und die auch in den eigenen Reihen nicht ganz unumstrittene Facebook-Informationskampagne, in der „Wir für Werne“ zu den Kritikpunkten der Bürgerinitiative Stellung genommen hat, bestimmten die Diskussionen. Michael Zurhorst ergänzte: „Es ist der falsche Weg, am Anfang zu sagen, dass wir nichts machen. Dazu stehe ich.“ Er wehrte sich dagegen, dass die Gemeinschaft von Gegnern des Gewerbegebietes  als „Klimakiller“ diffamiert werde: „Diese Art von Ächtung ist grenzwertig.“

Anzeige

Und weiter: „Die Argumente der Bürgerinitiative werden im Planungsverfahren berücksichtigt.“ Zurhorst verwies auch darauf, dass man Bauvorhaben schon mal „beerdigt“ habe und nannte als Beispiel das angedachte Wohngebiet zwischen B54 und Fürstenhof. Man sollte die Planungen weiterführen, bis verlässliche Expertenmeinungen vorliegen, so der WfW-Vorstand.

Bürgermeister Lothar Christ ging einen Schritt weiter: „Ja, wir brauchen das Industriegebiet. Dabei müssen wir Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. Was wäre Werne ohne seine bestehenden Gewerbegebiete wie den Nordlippepark oder Wahrbrink-West? Dann würde eine siebenstellige Summe an Gewerbesteuern im Haushalt fehlen. Wir bekennen uns bei den Planungen des neuen Standortes zu den Aufgaben des Klimaschutzes.“

Nun liege der Ball beim Stadtrat, der in seiner nächsten Sitzung über das mit fast 6.000 Unterschriften bekräftigte Bürgerbegehren entscheidet. Vor einem möglichen Bürgerentscheid sei eine starke, faktenorientiere Informationskampagne geplant. Gemeinsam hoffen der Bürgermeister und „Wir für Werne“ auf eine sachliche Diskussion, ohne zu polarisieren und emotionalisieren.

Wechsel im Vorstand von „Wir für Werne“

Aus dem Vorstand der Aktionsgemeinschaft schieden Thomas Lohmann und Alexander Böcker aus. Sie werden ersetzt durch Tim Wilke, Martin Abdinghoff und Gerd Walters, die sich in den vergangenen Jahren schon mit der Vorstandsarbeit vertraut gemacht haben. Michael Zurhorst lud die anwesenden Mitglieder ein, ebenfalls locker mitzumachen, ohne sofort gewählt werden zu müssen.

Den weiteren Vorstand von WfW bilden Michael Zurhorst, Christiane Steinkuhl, Hubertus Waterhues, Adelheid Hauschopp-Francke und Helmut Gravert.

Die ehemalige Wirtschaftsförderin und Geschäftsführerin der Werne Marketing GmbH, Carolin Brautlecht, wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung für ihre Verdienste geehrt und verabschiedet. Ihre Nachfolger, Matthias Stiller und Lars Werkmeister, stellten sich der Aktionsgemeinschaft vor.

Anzeige