Nach dreieinhalb Jahren sind die Kinder und Erzieherinnen am Montag in die Kita "Unter dem Regenbogen" am Ostring zurückgekehrt. Foto: Volkmer
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Werne. Nach dreieinhalb Jahren sind die Kinder und Erzieherinnen in die Evangelische Kita „Unter dem Regenbogen“ am Ostring zurückgekehrt. Ein irreparabler Wasserschaden hatte Ende 2017 die komplette Einrichtung lahmgelegt. Nach über 40 Jahren erfolgte der Abriss. Nun ist der Neubau fertig und wieder in Kinderhand. Ein erfreuliches Ereignis für alle Beteiligten – vor allen Dingen aber für die Kleinen.

Die Kinder erlebten den seit langer Zeit ersehnten Tag ihrer neuen Kita auf besondere Weise. Zwei der drei Gruppen sind seit über drei Jahren in der ehemaligen Barbaraschule untergebracht gewesen. Dieses nun nicht mehr benötigte Domizil verließen die Kinder gut gelaunt, um sich zu Fuß in Richtung ihrer neuen Kita auf den Weg zu machen. Am knapp einen Kilometer entfernten Ziel angekommen, warteten bereits die kleinsten Kinder der Einrichtung, die zuletzt im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum zu Hause gewesen sind, mit regenbogenfarbenen Papierfähnchen auf die Ankömmlinge.

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„Es war eine lange Zeit, um so größer ist die Freude, dass es nun am bekannten Standort weitergeht“, so Gemeindepfarrer Alexander Meese, der die Kinder vor Ort begrüßte. Der Geistliche ist durch die Ausrichtung des Bauwerks noch näher an den Kindern als zuvor. „Wir können von unserem Flur in seine Küche gucken“, verriet Anja Raab. Für die Kita-Leiterin und ihr Team erfüllte sich zudem ein großer Wunsch. „In der Barbaraschule haben wir einen Klassenraum zum gemeinsamen Essen genutzt. Diese Möglichkeit haben wir vorher mangels Platz nie gehabt. Da aber der Bedarf einer Betreuung über die Mittagszeit immer größer wird, war es unser Wunsch, dass wir im neuen Gebäude ein Kindercafé bekommen. Wir sind sehr glücklich, dass dieser Wunsch – sogar in Kombination mit bodentiefen Fenstern – umgesetzt worden ist.“

Den Weg von der ehemaligen Barbaraschule zum Neubau ihrer Kita absovierten die Kinder zu Fuß oder noch etwas bequemer. Foto: Volkmer

Aktuell ist ein gemeinsames Essen der Kinder coronabedingt noch nicht möglich, doch das störte bei der Eroberung der neuen Räumlichkeiten nicht. Stattdessen inspizierten die Kinder alle Gruppen ihrer neue Kita. Eine Reizüberflutung der positiven Art. So fiel es den Kindern am Ende des ersten Tages gar nicht so leicht, die vielen Eindrücke zu sortieren.

Kinder schildern ihre ersten Eindrücke

„Unsere Gruppe sieht einfach toll aus. Man kann in der Puppenecke, am Tisch oder auf dem Bauteppich spielen oder einfach auf dem Sofa sitzen“, sagte Emilia aus der Sternengruppe. Während die Fünfjährige sich am ersten Tag noch nicht für eine neue Lieblingsecke entscheiden konnte, hatte ihre Freundin Freyja diese bereits ausgemacht: „Ich mag die Puppenecke.“ Auch den Raum, in dem sich die Kinder verkleiden können, hatte die Fünfjährige schon erkundet. Hier hat auch das große Stoffpferd „Flecky“ einen Platz gefunden, auf dem nicht nur Freya so gerne reitet. Özgür zeigte sich ebenso wie Kumpel Till vom langen und lichtdurchfluteten Flur beeindruckt. Zudem ist das Duo froh über die vielen Spiele, die sie in ihrem neuen Gruppenraum ausprobieren können.

Mit den Eltern haben die Erzieherinnen in den vergangenen Monaten schon individuelle Führungen im Gebäude durchgeführt, um zumindest einen groben Überblick über die jeweiligen Gruppenräume anzubieten. „Das ist bei den Eltern gut angekommen, schließlich haben die wie wir lange auf den Neubau gewartet“, sagte die Einrichtungsleiterin, die froh ist, dass nun wieder alle zusammen unter einem Dach sind.

Online-Einblick in neue Kita

Am Pfingstsonntag, 23. Mai, können Eltern, Großeltern und alle anderen Interessenten ab 10.30 Uhr einen Eindruck der neuen Einrichtung erhalten, denn dann findet die Premiere eines Online-Gottesdienstes zur Einweihung statt. Der passende Link dazu wird rechtzeitig auf der Homepage der Kirchengemeinde unter www.evkirchewerne.de zu finden sein. Dazu finden Sie eine große Galerie zum Umzug bei WERNEplus.

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