Der Wallfahrtsausschuss traf sich noch einmal im Klostergarten zwecks endgültiger Absprachen zur 345. Fußwallfahrt nach Werl. Dabei ging es auch noch einmal um verbindliche Richtlinien zur Einhaltung der geltenden Corona-Schutzregeln. Foto: Schwarze
Der Wallfahrtsausschuss traf sich noch einmal im Klostergarten zwecks endgültiger Absprachen zur 345. Fußwallfahrt nach Werl. Dabei ging es auch noch einmal um verbindliche Richtlinien zur Einhaltung der geltenden Corona-Schutzregeln. Foto: Schwarze
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Werne. Die Fußwallfahrt von Werne ist einer der ältesten Pilgerzüge zum Gnadenbild der Muttergottes in Werl. Die Kapuziner initiierten sie Ende des 17. Jahrhunderts. Im vergangenen Jahr erzwang die Coronapandemie eine Unterbrechung der Tradition, am Wochenende (14./15. August) geht es jedoch wieder los: Die 345. Wallfahrt findet statt.

„Wir haben festgestellt, dass wir damit einmal mehr Geschichte schreiben“, erklärt Wallfahrtsleiter Klemens Pieper. 1945 waren die Werne die ersten, die die Werl-Wallfahrt nach dem Krieg wieder aufnahmen. „Und jetzt sind wir die Ersten, die im erlaubten Rahmen während der Coronakrise wieder starten.“

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Im Sommer 1945 waren an die 700 Pilger nach Werl gelaufen. Wie viele es jetzt unter Coronabedingungen werden, kann der Wallfahrtsausschuss nicht abschätzen. Am Mittwoch traf sich die Runde noch einmal im Klostergarten, um letzte Absprachen zu treffen. Mit dabei waren Vertreter des Deutschen Roten Kreuz, die einmal mehr die Wallfahrer mit zwei Fahrzeugen begleiten werden und sich bei Bedarf um gesundheitliche Probleme von Teilnehmern kümmern.

Pieper war die Strecke vor dem Treffen noch einmal abgefahren, um Umleitungen wegen einiger Baustellen auszukundschaften. Auch mit Weihbischof Stefan Zekorn traf er sich im Vorfeld. Zekorn will am Samstagabend die Predigt bei der Pilgerandacht in der Basilika von Werl halten. Die 345. Werl-Wallfahrt ist für Klemens Pieper insofern eine Premiere, als  er erstmals in seiner Eigenschaft als Wallfahrtsleiter teilnehmen wird. 2020 hatte er das Amt übernommen – als die Pilger wegen Corona zwangspausieren mussten. In Werl werden die Wallfahrer vom dortige Wallfahrtsleiter Pastor Dr. Gerhard Best begrüßt. Auch er ist neu auf dem Posten und empfängt mit den Fußwallfahrern aus Wernern offiziell seine erste Wallfahrt.

Neuerungen gibt es auch im Wallfahrtsausschuss: Elisabeth Schwert, die Vorsitzende der Kolpingfamilie Werne, ist die erste Frau im Team. Außerdem neu dazugestoßen ist Markus Budde, ebenfalls Mitglied der Kolpingfamilie.

Der Wallfahrtsausschuss weist nochmals darauf hin, dass die geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Coronapandemie unbedingt einzuhalten sind – inklusive der erforderlichen Nachweise für Genesene, Geimpfte und Getestete (Negativtest nicht älter als 48 Stunden) sowie der erforderlichen Registrierung per Luca-App oder Kontaktformular. Ausführliche Informationen gibt es unter https://wallfahrt-werne-werl.de/wallfahrt-2021/

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