Die Landesregierung NRW hat Anpassungen an der Coronaschutzverordnung vorgenommen, die unter anderem Lockerungen für den Tennissport vorsehen. Beim TC Blau-Weiß Werne findet die Saisoneröffnung wohl aber erst im April statt. Foto: Volkmer
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Werne. Seit Montag vergangener Woche ist grundsätzlich der Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel, allein, zu zweit oder unter Personen des eigenen Hausstandes wieder erlaubt. Trotz der Anpassungen der aktuellen Coronaschutzverordnung sind die Tennisplätze der beiden heimischen Clubs noch leer.

Bis in den November ist beim TC Blau-Weiß Werne noch draußen gespielt worden, dann kam der Lockdown, mit dem das Tennisspiel auch in der Halle untersagt war. Dort ist Tennis noch immer nicht erlaubt, dafür aber auf den zehn Ascheplätzen des Clubs an der Pagensstraße. Dennoch fliegen hier noch keine Bälle durch die Luft. „Wir dürfen noch gar nicht loslegen, denn in den kommenden zwei Wochen steht erst noch die Überholung aller Ascheplätze an“, sagt Willi Kraak, Vorsitzender der Blau-Weißen.

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In den vergangenen Tagen hat der Vorsitzende Mitgliedern oftmals erklären müssen, warum es noch nicht losgehen kann. „Klar. das Wetter war in den letzten Tagen top, aber eine gute Woche davor hatten wir auch noch 30 Zentimeter Schnee auf den Plätzen“, so Kraak. Eine zu frühe Vorbereitung der Plätze mit dem Einspannen der Linien und dem Austausch der Asche kann bei einem erneuten Frosteinbruch dazu führen, dass Großteile der Arbeit umsonst wären. Dies sei 2020 der Fall gewesen.

Dennoch war die Freude über die Nachricht, dass wieder draußen Tennis gespielt werden kann, groß. „Wir haben jetzt grünes Licht, dass wir spielen dürfen, wenn alle Plätze soweit sind. Das sind gute Nachrichten“, sagt Kraak. Wie berichtet, werden drei der zehn Plätze zu Ganzjahresfeldern umgearbeitet. Das geschieht aber erst in den Sommerferien. „Das ist ideal, weil ich hoffe, dass wir bis dahin die Meisterschaftsspiele durch haben. Zudem ist in den Sommerferien üblicherweise weniger los“, so Kraak, der mit einem Saisonstart seines Clubs im April rechnet.

Nach der Frühjahrsinstandsetzung der Tennisplätze möchte auch Ralph Flemming beim Werner TC 75 wieder spielen. Foto: Volkmer

Schon Mitte März soll es nach aktuellem Planungstand beim Werner TC 75 losgehen, wie Sportwart Ralph Flemming auf Anfrage mitteilt. Auf der Anlage An der Wiebecke laufen die Vorbereitungen für die Freigabe der elf Plätze seit Montag, diese Arbeiten sollen bis Mitte der Woche dauern. „Die Ascheplätze müssen nach dem Einschlemmen noch etwa 14 Tage ruhen. Dann kann es losgehen, wenn nicht noch mal eine Frostphase dazwischen kommt, die das Ganze noch einmal verzögern könnte“, hofft Flemming.

Auch der Sportwart hat in der vergangenen Woche über 20 Telefonanrufe erhalten, bei denen Mitglieder gefragt haben, ob sie nicht schon auf die Plätze dürfen. „Eigentlich wissen die ja, dass erst einmal aufbereitet werden muss, bevor es losgeht. Aber wegen des überraschend guten Wetters haben sie dann doch mal gefragt“, so Flemming. Die Saisoneröffnung beim WTC wird wegen der Pandemie in deutlich kleinerem Rahmen als üblich stattfinden.

2022 wird diese wohl früher stattfinden, denn auch beim Werner TC 75 werden vier der elf Plätze zu ganzjährig nutzbaren Spielfeldern umgestaltet. Diese Arbeiten werden wahrscheinlich im Spätsommer oder Herbst beginnen, sodass in der Wintersaison 2021/22 bei gutem Wetter draußen und unter der noch anzubringenden Flutlichtanlage gespielt werden könnte. 

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