Sven Hoppe überreichte für die Town & Country Stiftung die Spendensumme während der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag des Vereins für Reittherapie. Foto: Hoppe
Sven Hoppe überreichte für die Town & Country Stiftung die Spendensumme während der Feierlichkeiten zum 40. Geburtstag des Vereins für Reittherapie. Foto: Hoppe
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Werne. Grund zum Feiern hatten am vergangenen Sonntag (29. August) die Mitglieder des Vereins für Reittherapie Kreis Unna, der vor genau 40 Jahren aus der Taufe gehoben wurde.

Aktive und passive Mitglieder kamen gut gelaunt in der Schutzhütte des Sauerländischen Gebirgsvereins in Cappenberg zusammen. Gefeiert wurde corona-bedingt allerdings nur im kleinen Kreis, berichtete Vorsitzende Marion Acar. Weil wegen der Pandemie auch viele Vereinsaktivitäten ausfallen mussten, genossen alle das Treffen umso mehr. Bei Kaffee, Kuchen und Grillgut war Zeit für Gespräche. Für das Catering hatten die aktiven Reiter und deren Eltern gesorgt, berichtete Acar. Darüber hinaus unterhielt Zauberer Mellow die Gäste, und eine kleine Rallye für die aktiven Mitglieder sorgte für Abwechslung.

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Zum 40. Bestehen wurden zudem die langjährigen Vereinsmitglieder gewürdigt. Neben den Gründern und Ehrenvorsitzenden Gerti und Hans Latussek, deren Tochter Gaby einst den Anlass zur Vereinsgründung gegeben hatte, wurde Andreas Buick für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Seit 20 Jahren dabei sind Annika Littau, Helena Hohenhövel, Christopher Engeldinger, Christian Jansen und Timur Acar.

Das Engagement der Ehrenamtler, deren Verein ausschließlich mit Spenden finanziert wird, unterstützten als Stiftungspartner der Town & Country Stiftung der Geschäftsführer der Massivhaus Unna GmbH, Peter Hoppe, und Junior Marketing Manager Sven Hoppe mit einem Scheck über 1.000 Euro.

Vier Jahrzehnte nach der Gründung am 18. November 1981 blickten am Sonntag zunächst die beiden Ehrenvorsitzenden in die Vereinsgeschichte zurück. Gerti Latussek, langjährige Vorsitzende, und ihre Familie hatten den Grundstein für eine Selbsthilfegruppe gelegt. Das erste Therapiepferd „Elfi“ wurde der Elterninitiative von Wilhelm Kanne kostenlos überlassen. Die Gruppe der Reiter vergrößerte sich und die Planung eines Vereins begann.

Gleichzeitig ging man auf die Suche nach einer Reithalle, um auch bei schlechtem Wetter die Therapie durchführen zu können. Von Josef Schwert erhielt man die schließlich die Genehmigung, die Reithalle des „Reit- und Fahrverein St. Georg Werne“ zu nutzen. Die Reitanlage ist seit nunmehr 30 Jahren Standort des Vereins, der Mitglied im Behinderten Sportverband NRW und im Deutschen Sportbund ist. Dies gilt auch für Special Olympics für Menschen mit geistiger Behinderung in Nordrhein-Westfalen und das Kuratorium für therapeutisches Reiten.

Aktuell findet die Reittherapie dank des ehrenamtlichen Engagements der Mitglieder jeden Samstag statt. Ziel der Therapie ist es, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Handicap in vielfältigen Belangen zu fördern. Das reicht vom motorischen Bereich über Wahrnehmungsschulung, Überwindung von Ängsten und Steigerung des Selbstwertgefühls bis hin zur Förderung sozialer Fähigkeiten.

Allerdings habe man derzeit auch ein großes Manko, schildert Marion Acar die „verzweifelte Suche nach einer Therapeuten oder einer Therapeutin“ für die Samstage. Auch weitere Helfer, die zum Beispiel gemeinsam mit den Reitern die Pferde fertig machen oder auch Ausflüge und Wettbewerbe begleiten. Für die Bewegung und Förderung der Pferde unter der Woche sind auch Reitbeteiligungen willkommen.

Das Herzstück des Vereins sind fraglos die Therapiepferde Gin Tonic, Clare Silver, Justin und Frieda. „Das Kind auf dem warmen Pferderücken wird bewegt“, schildert Marion Acar die besondere Wirkung der ganzheitlich Therapie, die neben der Bewegung auch die Einfühlsamkeit schult.

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