Der Kreisverkehr am Bahnhof in Werne trat 2020 wie schon 2018 als Unfallschwerpunkt in Erscheinung. Foto: Volkmer
Der Kreisverkehr am Bahnhof in Werne trat 2020 wie schon 2018 als Unfallschwerpunkt in Erscheinung. Foto: Volkmer
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Kreis Unna. Der Blick der Unfallkommission richtet sich auf Straßen, die die Kreispolizei als Unfallhäufungsstellen ausgemacht hat. Vier Mal im Jahr berät sie, wie diese Stellen entschärft werden können.

Dieses Mal fand die Abstimmung aufgrund der Corona-Situation nicht während einer gemeinsamen Sitzung, sondern digital statt. Ziel der Unfallkommission ist es, gefährliche Stellen möglichst früh zu erkennen und so zu ihrer Entschärfung beizutragen.

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Für das dritte Quartal 2020 vermeldet die Kommission drei neue Unfallhäufungsstellen, die von der Polizei bis Ende September 2020 identifiziert wurden. Außerdem trat eine Stelle nach 2018 erneut in Erscheinung. „Glücklicherweise gab es nur wenige neue Stellen, mit denen wir uns beschäftigen mussten“, erklärt Michael Arnold, der beim Kreis für die Verkehrssicherung zuständig ist. „Ob das daran liegt, dass die Zahl der Verkehrsteilnehmer aufgrund der Corona-Situation zurückgegangen ist, ist nur eine Vermutung.“ Neben Stellen in Schwerte, Werne (Kreisverkehr am Bahnhof) und Unna ging es um die Autobahn-Anschlussstelle Kamen zur A1 in Fahrtrichtung Bremen. 

Im Rahmen der Analysen und Beratungen wurde erneut deutlich, dass der Faktor Mensch einen nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung einer Unfallhäufungsstelle hat. „Manche Unfälle stehen in keinem Zusammenhang mit der Verkehrssituation oder den baulichen Gegebenheiten, sondern sind auf Fahrfehler oder das Nichtbeachten von Verkehrsregeln zurückzuführen“, erklärt Michael Arnold. Wenn aber Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können, regt die Unfallkommission diese auch an: Die Palette reicht von Änderungen bei der Verkehrsregelung und -lenkung über die Verkehrsüberwachung bis hin zu baulichen Maßnahmen. PK | PKU

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