Dienstag, Mai 17, 2022

Tornados in Kentucky: AFG fühlt mit Partnerschulen in Bowling Green

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Wer­ne. Ver­hee­ren­de Tor­na­dos in den USA haben allein im Ken­tu­cky über 70 Men­schen das Leben gekos­tet. Schwer getrof­fen wur­de auch Bow­ling Green, die dritt­größ­te Stadt des Bun­des­staats. Das Ereig­nis hat auch am Anne-Frank-Gym­na­si­um (AFG) Besorg­nis aus­ge­löst, schließ­lich gibt es seit vie­len Jah­ren einen engen Aus­tausch zwi­schen dem Gym­na­si­um und meh­re­ren Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in der Stadt.

Die Tor­na­dos hat­ten in der Nacht zu Sams­tag schwe­re Zer­stö­run­gen ange­rich­tet. Eng­lisch­leh­re­rin Hei­ke Arm­brust hat am Sonn­tag bereits mit allen Freun­den und Bekann­ten Kon­takt auf­ge­nom­men. „Die Stadt hat es hef­tig getrof­fen“, berich­tet die Leh­re­rin, die 2008 den Aus­tausch mit der ers­ten Schu­le in Bow­ling Green ein­ge­lei­tet hat.

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Die Zer­stö­run­gen sei­en zwar nicht ganz so schlimm wie in der knapp 250 Kilo­me­ter ent­fern­ten Klein­stadt May­field, aber den­noch sei durch den ver­hee­ren­den Tor­na­do eine Spur der Ver­wüs­tung ent­lang der Haupt­stra­ße ent­stan­den. „Eini­ge Gebäu­de sind extrem beschä­digt. Das sind etwa 100 Geschäf­te und vie­le Häu­ser, die jetzt nicht mehr bewohn­bar sind“, ist der Leh­re­rin berich­tet worden.

„Ich dach­te, ich ster­be. Der Luft­druck war so hoch, dass ich dach­te, dass mein Kopf explodiert.”

Dr. Matt Fora­ker erleb­te die Tor­na­dos in Kentucky

Dr. Matt Fora­ker, der an der Wes­tern Ken­tu­cky Uni­ver­si­ty arbei­tet, hat der Leh­re­rin die Ereig­nis­se, als der Tor­na­do 20 Meter von ihm ent­fernt durch die Stra­ßen gefegt ist, wie folgt geschil­dert: „Ich dach­te, ich ster­be. Der Luft­druck war so hoch, dass ich dach­te, dass mein Kopf explo­diert.“ Trotz­dem sind, so Arm­brust, alle Bekann­ten in der Stadt kör­per­lich unver­sehrt geblie­ben. Nach aktu­el­lem Stand gibt es aber auch in Bow­ling Green mehr als zehn Todes­fäl­le zu beklagen.

Bei einem frü­he­ren Besuch hat Arm­brust selbst ein­mal einen Aus­läu­fer eines Tor­na­dos mit­er­lebt. „Da habe ich gedacht, dass ich träu­me. Die Bekann­te, bei der ich mich zu der Zeit auf­hielt, blieb dage­gen ganz ent­spannt und sag­te, dass sie das schon gewohnt sei.“ Nach den schwers­ten Tor­na­dos, die der Bun­des­staat je erlebt hat, hat Arm­brust zusam­men mit Schul­lei­ter Mar­cel Dam­berg den Betrof­fe­nen in Bow­ling Green in Form eines Vide­os ihr Mit­ge­fühl ausgedrückt.

Zusammen mit Schulleiter Marcel Damberg hat Heike Armbrust den Betroffenen in Bowling Green in Form eines Videos ihr Mitgefühl ausgedrückt.
Zusam­men mit Schul­lei­ter Mar­cel Dam­berg hat Hei­ke Arm­brust den Betrof­fe­nen in Bow­ling Green in Form eines Vide­os ihr Mit­ge­fühl aus­ge­drückt. Screen­shot: AFG

Im Novem­ber 2019 fand der letz­te Aus­tausch statt, seit dem Beginn der Pan­de­mie läuft der Kon­takt vir­tu­ell. „Wir haben seit dem zwei gro­ße Pro­jek­te durch­ge­führt, die auch noch wei­ter­lau­fen. Dazu gehö­ren gegen­sei­ti­ge Inter­views, aber auch Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit bestimm­ten The­men“, so Armbrust.

Zu den Koope­ra­ti­ons­part­nern vor Ort gehö­ren die War­ren Cen­tral High School, die Green­wood High School, die South War­ren High School und die Wes­tern Ken­tu­cky Uni­ver­si­ty (WKU). Die Ein­rich­tun­gen sind offen­bar nicht durch den Tor­na­do beschä­digt wor­den. Im Novem­ber 2022 soll der rea­le Schü­ler­aus­tausch mit den Ein­rich­tun­gen in den Süd­staa­ten wie­der auf­ge­nom­men werden.

Die­se Video­bot­schaft sen­de­te das Anne-Frank-Gym­na­si­um nach Bow­ling Green.

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